SPONSOREN
 

Sparkasse MOL 

INTERSPORT

 

ewe banner             

Michael Grundemann 1

 

City Autohaus

 

Scharfe Gmbh

 

Mielke Wüstenrot
MOZ_S EWE S
kuechen krauzig pro3
 
SEITENAUFRUFE
 
61912 PERSONEN
 
 
 
 
 
 
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Pokalhalbfinale Alte Herren

25.05.2015
Seelow(MOZ) Mit einem 6:5-Halbfinalerfolg im Elfmeterkrimi gegen den Favoriten Blau-Weiß Briesen schaffen die Altherren-Fußballer von Victoria Seelow den Sprung ins Endspiel des Kreispokals. Der eingewechselte Bodo Giering hievte die Heimelf mit seinem Treffer zum 1:1 wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in die Lotterie Elfmeterschießen.

 

Die Hoffnung der Briesener auf dem Kunstrasenplatz in der Seelower EWE-Arena ins Endspiel des aktuellen Kreispokalwettbewerb vorstoßen zu können, endete exakt 37 Sekunden vor dem Abpfiff des Unparteiischen Gunnar Schulz. Bis dahin hatten die Blau-Weißen durch eine feine Einzelleistung von Torsten Ducklauß mit dem Treffer zum 0:1 die Finalfahrkarte bereits so gut wie gelöst. In der umgehend nach dem Schlusspfiff folgenden Lotterie Elfmeterschießen war es Unglücksrabe Carsten Orlowski, der als fünfter Briesener Schütze an Seelows "Ersatzkeeper" Mark Ehrlich scheiterte und damit kollektiven Jubel in den Reihen der gastgebenden Seelower auslöste.

 

Wenige Augenblicke später brachen sich bei Briesens Heiko Hempel Ärger und Frust noch einmal so richtig Bahn. "Wir sind bei etlichen Entscheidungen des Schiedsrichters benachteiligt worden. Der gute Mann hat uns im zweiten Durchgang mindestens einen Elfmeter verweigert und mit zwei falschen Abseitsentscheidungen glasklare Gelegenheiten vermasselt", haderte der einstige Podelziger Trainer mit dem Unparteiischen Gunnar Schulz. Torsten Heese, der lange Jahre den Dress der MOL-Kreisstadtkicker getragen hat und nun als Abwehrchef der Briesener Oldies aktiv ist, sah es jedoch ein wenig anders. "Wir haben schlicht und ergreifend keinen zweiten Treffer nachgelegt und sind von Bodo Wimperschläge vor Ende der Partie dafür bestraft worden. Aber so ist halt Fußball", erzielte Heese mit seinem Fazit fraglos eine Punktlandung.

 

Dabei ließ sich die intensive und teilweise hitzige Halbfinalbegegnung für die über weite Strecken total unaufgeregt agierenden Gäste durchaus gut an. Zwar erarbeiteten sich die munteren Platzherren vom Anpfiff weg ein Übergewicht, allerdings fehlte den Aktionen zunächst die Genauigkeit und Präzision, um ernsthafte Gefahr für das vom hünenhaften Reno Ballhorn bestens gehütete Briesener Gehäuse heraufzubeschwören. Doch beim 0:1 durch Ducklauß, der wenige Minuten zuvor bereits mit einem Distanzschuss scheiterte, schlief die Seelower Innenverteidigung. Der schnelle Briesener Angreifer ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte das runde Leder wunschgemäß zur Gästeführung (20.). Die Folgezeit lieferte indes Seelows Übungsleiter Torsten Schröder die unschöne Erkenntnis, dass seine Elf bis zu Pause tonangebend blieb, ein Chancenplus hatte, aber dennoch in Rückstand lag. "Wir bekommen zu einfache Gegentore und bringen uns damit stets in Zugzwang", klagte er mit Blick auf den vermeidbaren Ducklauß-Treffer.

 

Im zweiten Durchgang intensivierte Seelow nochmals die Angriffsbemühungen und die Gäste gerieten schon unter Druck. Allerdings blieb Briesen mit Kontern über die schnellen Torsten Ducklauß sowie Tino Rockmann gefährlich. Als bei einem dieser fixen Briesener Vorstöße Victoria-Schlussmann Marek Wilczek und Maik Mlynarczyk aneinander rasselten, brannten dem Seelower die Sicherungen durch und er ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen. Richtige Konsequenz: Rote Karte für den Torsteher sowie den gelb-roten Karton für den Gästeangreifer. Dementsprechend hatten in der Schlussphase beide Mannschaften mehr Platz, den dann wenige Sekunden vor dem Abpfiff der eingewechselte Bodo Giering nutzte. Der Angreifer bemächtigte sich knapp 30 Meter vorm Gästegehäuse des Spielgerätes und beförderte es mit einem Sonntagsschuss unhaltbar zum 1:1-Ausgleich in die Briesener Maschen.

 

Es folgte der Abpfiff und die Entscheidung vom Punkt. Für Seelow trafen Sebastian Zychowicz, Dariusz Glowacki, Bodo Giering, Jörg Wursthorn und der ebenfalls eingewechselte Mark Ehrlich als fünfter Schütze, der anschließend ohne Handschuhe zum Duell mit Briesens Schlussschützen Carsten Orlowski antrat. Nun begann der Teil des Seelower Fußballabends, an dem Pokalhelden geboren werden. Ehrlich hielt nämlich Orlowskis Schuss, der Rest war kollektiver Jubel.