SPONSOREN
 

Sparkasse MOL 

INTERSPORT

 

ewe banner

             

Michael Grundemann 1

 

City Autohaus

 

Scharfe Gmbh

 

BuK Opel
Rueckheim Bauhof
BPS Biering
 
SEITENAUFRUFE
 
62002 PERSONEN
 
 
 
 
 
 
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Landespokal 2. Runde

07.09.2015

Victoria schlägt Pokalsieg aus

UDO PLATE 06.09.2015 17:36 UHR 
RED. SEELOW,  SEELOW-RED@MOZ.DE

 

Seelow (MOZ) Vermutlich wird diese Chance gegen einen Regionalligisten im Landespokal eine Runde weiter zu kommen für die Seelower Oberliga-Fußballer sich so schnell nicht wieder ergeben. Die Elf von Trainer Robert Fröhlich unterlag gegen die lange Zeit in Unterzahl agierende Truppe von Optik Rathenow mit 2:4 (1:2).

alt  

Auf und davon: Rathenows überragender Doppeltorschütze Shelby Printemps (am Ball) enteilt in dieser Szene Nabiel Nasser und Philipp Pilz.

© UDO PLATE

Hingefallen, um umgehend wieder aufzustehen? Wenn es nach Seelows Vereinschef Roland Bienwald geht, wird das bis zum Oberliga-Derby gegen den 1. FC Frankfurt äußerst schwierig, aber nicht unmöglich. "Wir haben heute eine Demonstration an Lauf- und Einsatzbereitschaft sowie Willenstärke erhalten. Rathenow hat uns eine kostenlose Lehrstunde erteilt und nun gilt es daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Unsere junge Mannschaft wird im Laufe der Saison sicherlich noch mehr Rückschläge quittieren müssen," zeigte sich Klubchef Bienwald nicht wirklich angetan vom Auftritt der Victoria-Balltreter. Zu recht: Bereits im ersten Durchgang bestimmten die Gäste über weite Strecken souverän das Geschehen und gingen verdientermaßen durch den auffälligen Angreifer Shelby Printemps, der den Seelower Abwehrverband doch vor einige Probleme stellte, in Führung (16.). In der Folgezeit standen die Platzherren in der Defensive zwar kompakter, blieben allerdings in der Offensive komplett harmlos. Bezeichnenderweise gehörten Offensivaktionen ausschließlich den Optik-Kickern, die es allerdings bei allemal vorhandenen Gelegenheiten verpassten, die Führung auszubauen. Statt der allemal möglichen Vorentscheidung zugunsten des Regionalligisten brachten die Kicker von Coach Ingo Kahlisch die Heimelf mit unglücklichen Aktionen ins Spiel zurück. Zunächst stoppten Schlussmann Marcel Subke und Verteidiger Marcus Stachnik den bis dato farblosen Seelower Angreifer Enrico Below im Optik-Strafraum regelwidrig und Amadeusz Klodawski erzielte per Elfmeter den völlig überraschenden Ausgleich (40.). Doch damit nicht genug: Nur Sekunden später war es abermals Stachnik, der sich den roten Karton des Cottbuser Unparteiischen Henry Müller einhandelte (42.). Ein eher unnötiges Handspiel im Duell mit Victorias Simeon Apostolow hatte richtigerweise den Platzverweis als Konsequenz. Optik-Kapitän Jerome Leroy, ohnehin bereits mit Gelb verwarnt, ließ sich Augenblicke darauf zu einem Kommentar eines Schiri-pfiffs hinreißen und durfte ebenfalls mit Gelb/Rot versehen vorzeitig in die Umkleidekabine (45.). Die Freistoßentscheidung war übrigens zugunsten der Gäste, die dennoch die vermeintlich so wichtige Führung mit in die Pause nahmen. Kevin Adewumi traf praktisch mit dem Halbzeitpfiff.

Nach dem Wiederanpfiff erwischten die Gastgeber den besseren Auftakt und Nabiel Nasser, an dem die Partie bis dahin konsequent vorbei gelaufen war, erzielte den 2:2-Ausgleich (52.). Wer nun glaubte, dass die Seelower sich zu einer besseren Vorstellung aufraffen würden, der wurde bitter enttäuscht. Vielmehr beherrschten acht Rathenower Feldakteure die Szenerie nach Belieben und legten nochmals erheblich an Offensivschwung zu. Nutznießer einer eindruckvollen Energieleistung von Victor Lindau war zunächst Doppeltorschütze Printemps. Der Linksaußen vollendete die sehenswerte Vorarbeit. Mutterseelenallein im Seelower Fünfmeterraum traf er per Kopf zum 2:3 (58.). Nichts zu beanstanden gab es auch am nächsten Rathenower Treffer, als Egzon Ismali blitzsauber Victoria-Schlussmann Rafal Lopusiewicz zum 2:4 überwand (67.). Der Schlussakkord blieb Apostolow vorbehalten. Er komplettierte die enttäuschende Vorstellung mit einem Platzverweis. Schiri Müller wertete den Versuch des Nachschlagens mit Rot (82.). "Das war mit Abstand das schlechteste Spiel, dass meine Mannschaft unter meiner Regie abgeliefert hat. Ich bin einfach nur maßlos enttäuscht", fand Seelows Coach Fröhlich kaum Worte für einen Auftritt, der ihn an längst überwunden geglaubte Zeiten erinnerte.

Seelow: Rafal Lopusiewicz - Phlipp Pilz (46. Heiko Leinweber), Nabiel Nasser, Dawid-Carol Jankwoski, Sebastian Lawrenz, Simeon Apostolow - Toni Mielke, Sebastian Jankowski, Rick Drews (73. Kagan Yildirim) - Enrico Below (65. Anastasios Alexandropoulos), Amadeusz Klodawski