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Begeisterung unter Seelower Flutlicht

25.10.2015

EDGAR NEMSCHOK 25.10.2015 18:39 UHR 
RED. SEELOW,  SEELOW-RED@MOZ.DE

 

Seelow (MOZ) Mit 3:3 endete die Freitagabendpartie zwischen Gastgeber Victoria Seelow und Tennis Borussia Berlin. Es war nicht das Spitzenspiel des 9. Spieltages in der NOFV Oberliga Nord, aber es war ein spitzen Spiel.

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Machte ein tolles Spiel: Seelows Kapitän Rick Drews schoss zum 2:1- Halbzeitstand ein.

© EDGAR NEMSCHOK / MOZ

Es lief die 89. Minute in der Sparkassenarena von Seelow. Dawid Jankowski gewann einen Zweikampf an der eigenen Strafraumgrenze und leitete einen gestochenen Konter seiner Mannschaft ein. Er lief nahezu unbedrängt über den ganzen Platz in Richtung TeBe-Tor und passte auf die linke Seite zu Sebastian Jankowski. Der behielt die Übersicht und flankte gefühlvoll in die Mitte. Niklas Kagelmann stieg hoch und köpfte ein. 4:3 für Seelow - Wahnsinn. Der Jubel wollte kein Ende nehmen und niemand bemerkte, dass der Linienrichter längst die Fahne gehoben hatte. Er hatte eine Abseitsstellung gesehen. Keiner weiß genau, ob die Entscheidung richtig oder falsch war. Aber in der Oberliga gibt es nun mal nicht wie in der Bundesliga zahlreiche Fernsehkameras und somit auch nicht die Möglichkeit, per Zeitlupe oder Wiederholung genau zu sehen, was da los war. Das Tor wurde nicht gegeben und es blieb beim 3:3. Seelows Kapitän Rick Drews rief nach einem wirklich tollen Spiele in den traditionellen Spielerkreis nach der Partie: "Männer, wir haben alle sehr gut gekämpft und ganz klar einen Punkt gewonnen. So machen wir nächste Woche weiter!"

Das Spiel begann so, wie es erwartet wurde. Die Berliner, als Spitzenreiter der Tabelle nach Seelow gekommen, begannen stark und hatten auch gleich zwei ganz große Gelegenheiten. Zunächst verpasste Sebastian Huke (5.) und gleich danach Steven Russow (11.). Doch Seelow kämpfte sich ins Spiel. Mit hohem Laufaufwand wurden die Berliner schon im Mittelfeld gestört. Die Lila-Weißen hatten offenbar überhaupt nicht mit der Stärke der Gastgeber gerechnet. TeBe-Trainer Daniel Volbert sagte später: "Meine Spieler glaubten offensichtlich an einen angenehmen Ausflug, als sie das schöne Stadion, das gute Flutlicht und den netten Empfang annahmen." Was auffiel, war die recht sorglose Spielweise der Berliner vor dem eigenen Tor. Da wurde lange quergespielt und auch Torhüter Niko Varrelmann bekam einige riskante Zuspiele von seinen Vorderleuten. Und genau eine solche Leichtsinnigkeit führte zum Führungstreffer von Victoria. Kagan Yildirim spritzte dazwischen und Enrico Below konnte den Ball im Fünfmeterraum ins Tor schieben. Volbert konnte sich kaum noch beruhigen, schimpfte wie ein Rohrspatz und schickte gleich seine komplette Auswechselbank zum Warmmachen. Vor allem mit der Leistung seines Regisseurs Durim Elezi haderte er. Das Tempo im Spiel wurde nun noch höher. Seelow musste sich aufs Kontern einrichten, denn die Berliner griffen nun pausenlos an. Aber diese Konter waren gut. Below verpasste knapp und scheiterte nur am herausstürzenden Varrelmann (31.). Im direkten Gegenzug traf Huke nur den Seelower Pfosten. Ein wenig unglücklich für die Gastgeber war die 40. Minute. Nach Flanke Lennart Hartmann, den Trainer Volbert zum besten Spieler  auf dem Platz ernannte, köpfte Huke genau auf Seelows Torhüter Lopusiewicz. Der Keeper konnte den Ball nicht festhalten - 1:1. Doch Seelow konterte noch mal. Wieder war es eine Nachlässigkeit in der TeBe-Abwehr, die Rick Drews konsequent nutzte und mit dem Pausenpfiff des nicht immer sicheren Schiedsrichters Dirk Meißner zum 2:1 einschoss. Das dritte Tor der Gastgeber war klasse herausgespielt. Nabiel Nasser passte auf Drews, der vor dem Berliner Strafraum kreuzte und dann mit einem genauen Pass Below fand. Er erzielte kaltschnäuzig seinen dritten Saisontreffer (57.). "Eigentlich waren wir sechzig Minuten lang gar nicht auf dem Platz", sagte Volbert, lobte seine Männer dann aber doch. Sie kamen mit dem 2:3 durch Huke (70.) und dem Ausgleich durch Hartmann (81.), sein Schuss war abgefälscht und für Lopusiewicz unerreichbar, tatsächlich noch einmal zurück in die Partie. Volbert machte gleichzeitig der Victoria ein Kompliment. "Was die Jungs heute gelaufen sind ... Hier werden noch einige Mannschaften eine böse Überraschung erleben", sagte er und verglich die Victoria sogar mit dem FSV Union Fürstenwalde. "Was soll ich sagen. Wir spielen derzeit wirklich begeisternden Fußball. Vor dem Spiel hatte ich nur auf einen Punkt gehofft. Jetzt sage ich sogar, wir hätten gewinnen können. Ich bin aber sehr zufrieden, denn jeder hat heute sein Bestes gegeben", zog Victoria-Trainer Robert Fröhlich sein eignes Fazit zum Spiel.

Victoaria Seelow: Lopusiewicz - Nasser, Dawid Jankowski, Lawrenz, Apostolow - Yildrim, Mielke, Reichelt, Sebastian Jankowski (90. Klodawski) - Drews, Below (75. Kagelmann)

Tennis Borussia: Varrelmann - Enes Aydin (56. Raychouni), Turan, Bongartz, Matt - Russow, Elezi (46. Mehmet Aydin), Hartmann, Erdil - Huke, Bebua (75. Kizing)

http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/seelow/artikel7/dg/0/1/1431739/http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/seelow/artikel7/dg/0/1/1431739/