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Robuster Spielweise getrotzt

03.11.2015

    DIRK SCHAAL 03.11.2015 05:00 UHR 
RED. SEELOW,  SEELOW-RED@MOZ.DE

 

Mahlow (MOZ) Am 10. Spieltag der Fußball-Oberliga blieb Victoria Seelow nach dem 2:1-Sieg beim Mahlower SV auch im siebenten Meisterschaftsspiel hintereinander ungeschlagen. Von der robusten Spielweise des Gastgebers ließen sich die Kreisstädter nicht beeindrucken.

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Eine Bank in der Seelower Defensive: Simeon Apostolow überzeugte in MahlowFoto: Dirk Schaal

© DIRK SCHAAL

"Es war schon kein einfaches Spiel, weil Malchow auch sehr körperbetont gespielt hat, aber ich bin richtig stolz auf meine Jungs, dass sie trotzdem so gut dagegengehalten haben", sagte Victoria Seelows Trainer Robert Fröhlich beim Rückblick auf die Auswärtspartie des 10. Spieltags der Oberliga gegen den heimstarken Malchower SV. Noch kein Spiel vor eigenem Publikum hatten die Norddeutschen in dieser Saison verloren. Entsprechend vorgewarnt traten die Seelower die 250-Kilometer-Reise nach Malchow an. "Es wird eine ganz andere Partie als gegen Tennis Borussia. Nur mit spielerischen Mitteln werden wir dort nicht bestehen können", warnte Fröhlich vor dem Anpfiff. Nicht unbedingt für die Seelower sprach auch ihre Auswärtsbilanz. Lediglich zwei Punkte konnten sie in der laufenden Saison erspielen.

Aus dem Vollen konnte der Victoria-Coach bei der Aufstellung schöpfen. So einen Kader wie im Moment gab es bei Seelow wohl noch nicht, freute sich Fröhlich. "In der letzten Saison gab es Spiele, da hatte ich mit Ach und Krach 14 Spieler zusammen", erinnerte er sich. "Nun habe ich die Qual der Wahl, aber das ist gut so." Allein in der Spitze spielte Enrico Below, der in den letzten Begegnungen spielerisch und mit Toren überzeugen konnte. Mit langen Bällen sollte er gefüttert werden, aber in der ersten Hälfte kam davon nicht viel vorn an. "Malchow hatte die besseren Chancen und mehr Spielanteile als wir", erklärte Fröhlich die erste Hälfte. Doch auch von der sehr körperbetonten Spielweise der Malchower ließen sich einige Seelower zu Beginn der Partie das ein oder andere Mal beeindrucken. "Was da auch am Rand des Spielfeldes ereignet hat, dass habe ich bislang noch nicht erlebt", sagte Fröhlich. Teils beleidigende Zurufe oder auch und unschöne Beschimpfungen mussten die Kreisstädter während des gesamten Spielverlaufs über sich ergehen lassen. "Dass da meine Mannschaft trotzdem kühlen Kopf bewahrt hat, alle Achtung", lobte später der Coach.

Unzulänglichkeiten der Malchower Spieler, dem Pfosten und einem Rafal Luposiewicz im Seelower Tor in Bestform war es zu verdanken, dass Victoria in den ersten 45 Minuten nicht in Rückstand geriet. Einen schweren Stand hatte auch Kagan Yildirim mit seinem Malchower Gegenspieler. Nach zwei, drei Fouls, die eher unglücklichem Agieren entsprangen, und einer gelben Karte machte ihm Schiedsrichter Rasmus Jessen unmissverständlich klar, dass er bei der nächsten unfairen Aktion vorzeitig zum Duschen gehen würde. Da musste die Seelower Bank reagieren. In der 28. Minute kam dann schon Heiko Leinweber für den rotgefährdeten Yildirim in die Begegnung. "Zum Glück haben wir einen ziemlich ausgeglichenen Kader", erklärte Fröhlich. Leinweber brachte anschließend auch neuen Schwung ins Seelower Spiel

"Hätte es zur Halbzeit 1:0 für Malchow gestanden, wir hätten uns nicht beschweren können", schätzte der Trainer der Kreisstädter ein. Eindringlich redete er auf seine Mannschaft in der Kabine ein, die eigenen Angriffsbemühungen zu verstärken. Mit schnellen Gegenzügen und langen Bällen in die Spitze wollten sie zum Torerfolg kommen.

Das klappte nach Wiederanpfiff auch besser als in der ersten Hälfte. Ein langer Ball von Rick Drews auf Sebastian Jankowski, der wird von Schumski im Strafraum der Platzherren unfair vom Ball getrennt. Schiedsrichter Jessen zeigte auf den Elfmeterpunkt und dem Mahlower die Rote Karte (48.). Der Gefoulte selbst legte sich den Ball zurecht und scheiterte. Doch gefälliger traten nun die Gäste auf. Wieder nach einem langen Pass von Drews war es nun Enrico Below, der mit dem Ball allein auf das Tor von Paul-Friedrich Kornfeld zulief. Beim Abschluss ins lange Eck ließ er dem Keeper keine Chancen und erzielte die 1:0-Führung der Gäste (56.).

Nur vier Minuten darauf war es Leinweber, der sich fast an der Mittellinie den Ball schnappte und in Richtung Tor der Gastgeber durchstartete. Mit überlegtem Abschluss überwand er Kornfeld zum 2:0. In der Folge hatten die Seelower sogar genügend Chancen, um das Spiel mit einem 3:0 Vorentscheiden zu können. "Dies ist das Einzige, was ich bemängeln kann, dass wir den Sack nicht vorzeitig zu gemacht haben", sagte Fröhlich. So erzielte Alexander Fogel sehr schnell den 2:1-Anschlusstreffer für Mahlow (67.). Zum Ende hin wurde es hektischer auf dem Platz und Gelb-Rote Karten für Leinweber (Handspiel) und Tobias Täge (Tätlichkeit) waren die Folge.

"Meiner Meinung nach haben die Schiedsrichter richtig entschieden", erklärte Fröhlich vor den verdutzten Gastgebern, die mit den Unparteiischen hart ins Gericht gingen. "Wenn die eigene Mannschaft nicht trifft, ist meist der Schiedsrichter schuld", fügte er hinzu.

"Es war überragend, wie die Mannschaft auf diese Herausforderung reagiert hat. Wir haben clever gespielt, uns nicht provozieren lassen und unsere Chancen eiskalt genutzt", resümierte der Kreisstädter Trainer. Nun sollen auch im Heimspiel am Freitagabend gegen Anker Wismar drei Punkte her, so erhofft es der Coach jedenfalls. "Die Mannschaft ist heiß und mit dann 17 Punkten würden wir richtig gut im Rennen liegen um den Klassenerhalt", erklärte Fröhlich.

Seelow: Luposiewicz - Apostolow, Nasser, Lawrenz, Jankowski, Mielke, Drews, Yildirim (28. Leinweber), Jankowski, Reichelt (71. Alexandropoulos), Below (81. Kagelmann)

Tore: 0:1 Below (56.), 0:2 Leinweber (60.), 1:2 Fogel (67.)