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Victoria bezwingt auch Anker

10.11.2015

 EDGAR NEMSCHOK 10.11.2015 04:33 UHR 
RED. SEELOW,  SEELOW-RED@MOZ.DE

 

Seelow (MOZ) Der SV Victoria Seelow bleibt in der Fußball-Oberliga weiter gut im Geschäft. Auch gegen den FC Anker Wismar konnten die Männer von Trainer Robert Fröhlich gewinnen. Nach 90 Minuten hieß es 1:0 für die Gastgeber.

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Kampf um den Ball: Matthias Reichelt gegen Wismars Kapitän Fabian Bröcker (l.) und Cuillaume Sazard (hinten)

© EDGAR NEMSCHOK / MOZ

Wer noch das großartige Spiel von vor zwei Wochen gegen Tennis Borussia Berlin vor Augen hatte, wurde an diesem Abend ein wenig enttäuscht. Auch Trainer Robert Fröhlich machte kurz nach dem Spiel einen eher enttäuschten Eindruck. "Na ja, doll war es eben nicht. Meine Männer haben doch einiges vermissen lassen. Vor allem das, was uns sonst so stark macht, blieb heute Abend ein wenig aus." Er sprach dabei vor allem die Laufbereitschaft und den Kampfeswillen seiner Männer an. "Wir müssen da ein wenig aufpassen, dass wir uns dem Niveau der Liga nicht anpassen." Was er damit meinte? Vor allem die Gäste spielten nur nach dem Muster "lange Bälle und hoffen, das in der Sturmspitze jemand den Ball bekommt, um ihn dann zu verwerten". In Wismars Fall waren das Abdoul Baraka Traore, Clemens Lange und der pfeilschnelle Ivanir Rodrigues Pais.

Der Anfang der Partie jedoch war sehr verheißungsvoll. Nach drei Minuten hatte Simeon Apostolow nach Zuspiel von Enrico Below eine gute Möglichkeit. Er zog aus gut 20 Metern ab und verpasste knapp. Im Gegenzug war nach Flanke von Pais in der Mitte Lange völlig frei. Er verzog ebenfalls. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Spiel, das eher zwischen den Strafräumen stattfand. In der 25. Minute fiel dann aber doch der Führungstreffer für die Seelower. Es war ein schöner Konter, den Kagan Yildirim mit seinem zweiten Saisontor abschloss. Sebastian Jankowski bediente den Seelower Rechtsaußen, der ins lange Eck flach einschieben konnte. Was folgte, waren einige Situationen, in den die Platzherren richtig viel Glück hatten. Zum Beispiel fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff, als Lange nur den Seelower Pfosten traf. Trotz der Führung kam Fröhlich mit einem finsteren Gesicht aus der Kabine. "Mann, das war unsere schlechteste Halbzeit bisher in der Oberliga", schimpfte er. In der 68. Minute wurde dann beim FC Anker Wismar Alexander Rahmig eingesetzt. Rahmig kennen noch viele aus der Zeit, als er beim FC Strausberg spielte. Er erinnerte sich noch gut an ein Spiel in Seelow. "Das war noch zu Zeiten, als beide Teams in der Brandenburgliga spielten. Damals machte ich zwei Treffer", sagte er noch vor seiner Einwechslung. Für ein Tor reichte es diesmal nicht, aber neuen Schwung brachte er in das Spiel der Wismarer. Kurz zuvor mussten die Gastgeber tief durchatmen. Nach einem mächtigen Schuss von Wismars Kapitän Fabian Bröcker musste Victoria-Torhüter Rafal Luposiewicz schon ganz groß halten.

Auch Fröhlich wechselte und brachte Amadeusz Klodawski. Der hatte nach einem schönen Spielzug der Seelower über Yildirim und Toni Mielke - er schlug eine butterweiche Flanke - die ganz große Gelegenheit für eine Vorentscheidung zu sorgen (65.). Kurz danach schoss Sebastian Jankowski, allerdings mit seinem schwächeren rechten Fuß. Benjamin Hesekamp konnte mit Mühe ein Tor verhindern. Das machte er auch in der 79. Minute. Nach einem Foulspiel von Wismars Abwehrspieler Philip Sibrins am wieder sehr fleißigen Seelower Kapitän Rick Drews gab es Elfmeter. Klodwsski schoss platziert, aber Hesekamp ahnte die Ecke und hielt.Wismar drückte in der Schlussphase auf den Ausgleich und versuchte praktisch mit allen Feldspielern, teilweise auch Torhüter Hesekamp, den Ausgleich zu erzielen. Höhepunkt dieser Drangphase war ein Hammer von Bröcker. Er zog aus gut 25 Metern ab. Luposiewicz riss im letzten Moment die Fäuste hoch und konnte den Ausgleich verhindern. Richtig aufregend wurde es dann auf dem Platz, als Schiedsrichter Dennis Waegert pünktlich nach 90 Minuten abpfiff. Laute Proteste folgten, denn Wismar hatte wohl auf eine längere Nachspielzeit gehofft.

"Wir freuen uns nun auf das freie Wochenende. Meine Spieler werden auch frei haben. Unser Spiel ist doch sehr intensiv und kräfteraubend. Ich denke, alle haben eine Pause verdient", sagte Fröhlich nach der Partie. 

Victoria Seelow: Lopusiewicz - Nasser, Dawid Jankowski, Lawrenz, Apostolow - Mielke, Sebastian Jankowski -Reichelt (85. Alexandropoulos) - Yildirim, Below (58. Klodwaski), Drews

Tor: 1:0 Kagan Yildirim (25.) - Schiedsrichter: Dennis Waegert (Berlin) - Zuschauer: 380