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18. Spieltag Oberliga

09.03.2016

INGMAR HÖFGEN 08.03.2016 19:16 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Hockeyplatz behagt Victoria nicht

Berlin/Seelow (MOZ) Die Verabschiedung konnte nicht wirklich als freundlich bezeichnet werden. "Fahrt heim in euer Sachsenland" war noch einer der freundlicheren Rufe, die sich Schiedsrichter Christopher Gaunitz aus Leipzig und seine Assistenten von den Seelower Fans anhören mussten.

  

Späte Einwechslung: Seelows Grieche Anastasios Alexandropoulos gehörte beim Heimerfolg gegen Neubrandenburg zum Stammpersonal. In Berlin schmorte der Grieche zunächst auf der Ersatzbank und setzte nach seiner Einwechslung kaum Akzente

© UDO PLATE

Gerade hatte Victoria Seelow in Berlin beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger CFC Hertha 06 mit 0:2 (0:1) das Nachsehen. Und dabei in den gesamten 90 Minuten nicht einen Torschuss abgegeben, der auf den gegnerischen Kasten ging. Auch Seelows Trainer Robert Fröhlich sprach noch ein wenig mit den Unparteiischen auf dem Weg zur Kabine. Viele ihrer Entscheidungen hielt er für untragbar, sagte der Coach später, die Schiedsrichter hätten sich "unserer Leistung angepasst".

Neben strittigen Zweikampf- und knappen Abseitsentscheidungen war besonders die gelb-roter Karte für Enrico Below fragwürdig, der nach 73 Minuten vorzeitig vom Platz musste. Die erste Verwarnung hatte er nach einer unübersichtlichen Rangelei in der 54. Minute kassiert, die zweite sah er nach einer vielversprechenden Aktion im Hertha-Strafraum: Bei einem Zweikampf mit einem Berliner fiel der großgewachsene Stürmer angeblich schwalbenhaft und musste vom Platz - es sah aber eher nach einem Ausrutscher auf dem nassen Kunstrasenplatz aus.

Das alles geschah beim Stand von 0:2 und mitten in die leidenschaftlichen Bemühungen der Seelower hinein, die Partie doch noch zu drehen. Für die Berliner hatten bis dahin Omid Saberdest in der 21. und Can Eryigit in der 69. Minute getroffen und damit die bis dato einzigen Aktionen mit Torgefahr verwertet. Die spielstarken Platzherren erzielten ihre beiden Treffer aus einer leichten Konterstellung und nach dem gleichen Schema: Auf der rechten Seite wurde der schnelle Mohamed Toure steil geschickt, der für die beiden Torschützen im Zentrum mustergültig auflegte.

Die Mannschaft aus Seelow operierte indes überwiegend mit langen, hohen Bällen und setzte die wenigen Torabschlüsse meist durch Sebastian Jankowski deutlich drüber oder daneben. Torgefahr strahlten die Victotianer wahrlich nicht aus. Ansonsten bot sich den rund 60 Zuschauern über weite Strecken ein zweikampfintensives, kurzweiliges Spiel zwischen den Strafräumen. Erst in Unterzahl bekam Schlussmann Rafal Lopusiewicz im Victoria-Gehäuse etwas zu halten und entschärfte drei Schüsse von Berlins Torjäger Sebastian Ghasemi-Nobakht.

"Charlottenburg wollte den Sieg mehr", wetterte Fröhlich, nach dem Abpfiff. Zudem haderte der Frankfurter mit dem behäbigen Spielaufbau seiner Mannschaft, die zuletzt noch offenbarten Spielwitz und Kombinationsfußball vermissen ließ. "Uns fehlte nicht nur das Wache, das Spritzige, sondern Ideen und vor allem Überraschungsmomente".

Die Bedingungen, um die eigenen Stärken zur Geltung zu bringen, waren angesichts der ungewöhnlichen Platzverhältnisse aber alles andere als gut: Auf dem glatten, grünen Kunststofffeld, der mit zahlreichen Markierungen für den Schulsport und die dort stattfindenden Hockeyspiele ausgestattet ist, sprang die Kugel auch angesichts des herrschenden Nieselregens besonders flach weg. Auf solch einem Hockeyplatz, dem er das Oberliga-Niveau absprach, könne sein Team weder trainieren, noch habe es je darauf gespielt, sagte Fröhlich.

Victoria Seelow: Lopusiewicz - Nasser, D. Jankowski, Lawrenz, Pilz - Mielke, Reichelt (70. Bajewski) - Yildirim, Below, S. Jankowski (77. Alexandropoulos) - Schulz (57. Klodawski)

http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/seelow/artikel7/dg/0/1/1465123/

 

Fotoserien zu der Meldung


18. Sptg Oberliga (09.03.2016)

Charlottenburger FC Herths 06 vs. Seelow      2:0