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19.Sptg Oberliga

14.03.2016

Lawrenz trifft zum späten Glück

 

UDO PLATE 13.03.2016 19:31 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Seelow (MOZ) Niedergeschlagen sanken die Oberliga-Fußballer des 1. FC Frankfurt nach dem Schlusspfiff auf den Seelower Kunstrasen, während die Kicker von Gastgeber Victoria Seelow, allen voran Sebastian Lawrenz, wahre Freudensprünge vor 512 Zuschauern vollführten.

  

Da half auch kein Purzelbaum: Frankfurts Angreifer Narciel Mbuku hatte sich gegen Seelows Philipp Pilz (l.) und Dawid Jankowski durchgesetzt, zudem Schlussmann Lopusiewicz das Nachsehen gegeben, aber das runde Leder landete am Pfosten des Victoria-Gehäuse

© UDO PLATE

Der Seelower Abwehrspezialist hatte wenige Sekunden zuvor zum 2:2-Endstand im emotionsgeladenen sowie intensiven Nachbarschaftsderby getroffen.

Während die Gäste aus der Odermetropole verständlicherweise einige Momente benötigten, um den späten Seelower Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit zum 2:2-Remis zu verdauen, stand bei den meisten Seelowern ausgiebiges Jubeln auf dem Programm. Lediglich Victoria-Cheftrainer Robert Fröhlich präsentierte sich ganz und gar nicht angetan von der Vorstellung seiner Schützlinge. "Wir spielen einfach keinen Fußball, murksen mehr oder weniger herum, haben keinerlei spielerische Lösungen anzubieten. Stattdessen bolzen wir die Bälle plan- und ideenlos nach vorn", wetterte Fröhlich sichtlich angefressen. Wohl wissend, das der Punktgewinn mehr als glücklich zustande kam.

Vor allem im ersten Durchgang war Seelow gegenüber den starken Auftritten gegen Zehlendorf und Neubrandenburg kaum wiederzukennen. Nichts lief zusammen bei den Victorianern, die vor allem das Flügelspiel komplett vermissen ließen und sich stattdessen in unzähligen Zweikämpfen aufrieben. Dabei gerieten die Akteure oftmals hart aneinander und überschritten schon die Grenze des Erlaubten. Der Unparteiische Christoph Beblik und seine Assistenten Dominic Kobudzinski/Tim-David Horacek blieben jedoch jederzeit souverän Herren der Lage.

Frankfurt indes spielte schnörkellos seinen Part herunter. Immer wieder wurde in der Spitze Artur Aniol gesucht und gefunden. Aber im Abschluss gab es keinerlei Ruhmestaten zu verzeichnen. Kein Wunder, dass sich FC-Übungsleiter Michael Pohl den einen oder anderen Abschluss mehr gewünscht hätte. Einzig dem kaum in den Griff zu bekommenden Narciel Mbuku fehlte das nötige Quäntchen Glück, als sein Versuch am Pfosten des Seelower Gehäuses landete (28.). "Wenn wir so weitermachen, werden wir nicht gewinnen", sagte Seelows Schlussmann Rafal Lopusiewicz mit Galgenhumor, als er die Schrecksekunde überwunden hatte. In der Folgezeit gab es kaum nennenswerte Gelegenheiten.

Nach dem Wiederanpfiff waren es die Seelower, die zunächst leicht tonangebend agierten. Doch just in dem Moment, als die Heimelf sich aufmachte, das 1:0 zu erzielen, wobei Frankfurts Bester, Rafal-Andrzej Weyer, den Schuss von Seelows Yildirim Kagan aus Nahdistanz für seinen bereits geschlagenen Torsteher Phlipp Reschke per spektakulärer Kopfballabwehr von der Torlinie holte, schlugen die Oderstädter Sekunden später selbst zu. Eine phänomenale Co-Produktion zwischen Robin Grothe und Tobias Fiebing bescherte der FC-Elf durch Torjäger Artur Aniol die Krönung zum 1:0 (61.). Seelow brauchte einige Zeit, um den Schock wegzustecken, zeigte Moral. Die Gastgeber hatten in der Folgezeit gefühlt mehr Ballbesitz, erspielten sich aber keine zwingenden Torchancen. So musste ein Eckball zum Ausgleich herhalten. Sebastian Jankowski fand in Amadeusz Klodawski einen dankbaren Abnehmer, der aus Nahdistanz ebenfalls per Stirn einlochte (81.). In der nun startenden, dramatischen Schlussphase blieben Seelower Glanzlichter zunächst aus. Im Gegenteil: Die Victorianer brachten sich immer wieder selbst in Gefahr. Nach unnötigem Ballverlust war es Frankfurts Maik Zimmer, der am großartig parierenden Lopusiewicz scheiterte (85.). Augenblicke später gewährten sie dann Mbuku alle Freiräume. Der FC-Angreifer bedankte sich mit dem Tor zur erneuten Führung (86.). Im Anschluss brachten die Gäste das Resultat eben nur über die reguläre Spielzeit, ehe in der Nachspielzeit die große Stunde von Sebastian Lawrenz schlug. Der Defensiv-Spezialist markierte mit seinem ersten Saisontor den 2:2-Endstand.

Seelow: Lopusiewicz - Nasser, D. Jankowski, Lawrenz, Pilz (81. Alexandropoulos) - Mielke, Reichelt, S. Jankowski - Drews, Yildirim, Klodawski

Frankfurt: Reschke - Hildebrandt, Weyer, Matthäs - Sauer, Fiebig (63. Zimmer), Huwe (75. Frühauf), Garling, Grothe (79. Richter) - Mbuku, Aniol

http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/seelow/artikel7/dg/0/1/1466427/