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23.Spieltag Oberliga

17.04.2016

FC Strausberg - Victoria Seelow 1:0

EDGAR NEMSCHOK 17.04.2016 17:23 UHR 
RED. STRAUSBERG, STRAUSBERG-RED@MOZ.DE

 

FCS jubelt nach Blitz und Donner

Strausberg (MOZ) Das Ostbrandenburg-Derby in der Fußball-Oberliga Nord zwischen dem FC Strausberg und Victoria Seelow endete mit einem 1:0-Erfolg der Gastgeber. Das Tor des Tages schoss Ringo Kretzschmar, der lange Zeit nicht bei den Strausbergern spielte.

  

Lieferten sich packende Duelle: Strausbergs Ringo Kretzschmar und Nabiel Nasser

© EDGAR NEMSCHOK / MOZ

Die Partie begann mit Blitz und Donner. Nach einem mächtigen Gruß vom Himmel, der Blitz schlug vermutlich in der Nähe der Energie-Arena ein, sah sich Schiri Sirko Müke aus Schönebeck gezwungen, das Spiel aus Sicherheitsgründen zu unterbrechen. Völlig richtig und eine seiner guten Entscheidungen an diesem Abend.

Was macht man in der unfreiwilligen Pause? "Gar nichts, die Spieler bleiben ruhig sind aber angespannt, trinken etwas, mehr passiert nicht. Gesprochen wird kaum in solchen Momenten", beschrieb Strausbergs Betreuer und Zeugwart Reinhardt Günther die Situation in der FC-Kabine.

Die etwa 20-minütige Pause tat dem Spiel nicht besonders gut. Die erste Halbzeit war sehr zerfahren und vor allem durch taktisches Geplänkel geprägt. Viele Zweikämpfe und nur wenige schöne Kombinationen gab es zu sehen.

Mehr und mehr zog auch Härte ins Spiel ein. Das gipfelte in einer Roten Karte für den Seelower Sebastian Lawrenz. Er hatte den Strausberger Tobias Lindner in vollem Lauf erwischt. Strausberges Trainer Mario Block kommentierte die Szene so. "Im Spiel selber dachte ich noch, die Karte für den Seelower ist nicht gerechtfertigt. Es ist ein Derby und da schenkt man sich eben nichts. Nach dem Blick auf das Bein von Lindner muss ich meine Meinung allerdings ändern. Das Bein ist dick und wird blau und Lindner wird uns mit Sicherheit eine Weile fehlen."

Blocks-Trainerkollege Robert Fröhlich sagte: "Ich glaube, die Rote Karte hat das Spiel entschieden." Er hatte noch die ganz große Möglichkeit für Enrico Below wenige Minuten zuvor in Erinnerung. Frei vor Strausbergs Torhüter Timo Hampf schoss der Stürmer genau auf den Keeper.

Der Regen hatte zur Pause aufgehört und die Begegnung wurde im zweiten Durchgang deutlich besser. Zunächst war nicht wirklich zu merken, dass die Seelower einen Mann weniger auf dem Platz hatten. Auch hierzu hatte Block einen passenden Kommentar: "Das ist nicht immer ein Nachteil. Denn der Gegner denkt sofort, jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren und die Mannschaft rückt irgendwie enger zusammen."

In der 50. Minute hatte Victoria durch Linksfuß Sebastian Jankowski eine gute Gelegenheit. Sein Schuss flog nur knapp am Strausberger Gehäuse vorbei. Block hatte in der Halbzeit ausgetausch und nach langer Zeit Ringo Kretzschmar eingewechselt. "Ich hätte ihn sowieso gebracht. Das hatte in diesem Fall nichts mit der Verletzung von Lindner zu tun." Und Kretzschmar machte genau das, was die Aufgabe eines Mittelstürmers ist: In der 56. Minute gelang ihm das 1:0. Nach Flanke von Tim Bolte und Kopfballverlängerung von Atsushi Nishizawa war er zur Stelle.

Was dem Strausberger Trainer in der Folgezeit überhaupt nicht gefiel, war, dass seine Männer plötzlich versuchten, das Ergebnis zu verwalten. Lautstark forderte er einen zweiten Treffer. Fast wäre eine Rückgabe auf Strausbergs Torhüter Hampf schief gegangen. Below kam nur eine Schritt zu spät.

Auch Fröhlich wurde an der Seitenlinie nun lauter. Er brachte mit Kagan Yildirim einen frischen Stürmer auf der linken Angriffsseite. Da spielte inzwischen aber ein weiterer Rückkehrer in die Strausberger Mannschaft. Oliver Mertins machte von Beginn an auf seiner Stammposition einen sehr sicheren Eindruck.

Das Spiel endete schließlich mit dem knappen 1:0-Erfolg der Strausberger. Robert Fröhlich wirkte Minuten nach der Partie noch sehr enttäuscht und sagte nachdenklich: "Wir spielen wirklich gut, können das aber einfach nicht umsetzten. Das war schon in Rostock so, obwohl die 0:3-Niederlage eine deutlich Sprache spricht. Saisonziel ist, dass wir auf 40 Punkte kommen. Die drei nötigen Siege holen wir uns."

Mario Block kommentierte nach dem Abpfiff: "Die Ausgangslage war erneut sehr schwierig. Ich musste auf sieben Position Veränderungen vornehmen. Unter dem Strich möchte ich aber von einem verdienten Sieg meiner Mannschaft sprechen."

FC Strausberg: Hampf - Bonasewicz (90. Karpe), Turek, Wiejkuc, Pawloski - Nishizawa, Neumann, Bolte, Ulutürk - Lindner (46. Kretzschmar) - Ladewig (68. Mertins)