SPONSOREN
 

Sparkasse MOL 

INTERSPORT

 

ewe banner

 

Michael Grundemann 1

             City Autohaus

 

Scharfe Gmbh

 

VR-Bank

Fahrschule Müller

Landfleischerei Dolgelin

UPR

B&K

Fenninger Steuer

   
 
SEITENAUFRUFE
 
61997 PERSONEN
 
 
 
 
 
 
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Seelow erwartete Energie Cottbus im Brandenburgpokal 2016 im Achtelfinale

07.10.2016

Seelow träumt vom großen Coup

UDO PLATE 06.10.2016 18:40 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Seelow (MOZ) Geht es nach Victorias Vereinsvorsitzendem Roland Bienwald, dürften sich am Sonnabend durchaus mehr als 1000 Zuschauer in der Seelower Sparkassenarena zum Hit im Achtelfinale des AOK-Landespokals einfinden und ab 14 Uhr eine Überraschung bejubeln.

  

Volles Haus in der Sparkassenarena: Darauf hofft Victoria-Chef Roland Bienwald. Zuletzt waren die Ränge im Freundschaftsspiel zwischen den Seelowern und dem Zweitligisten Union Berlin bestens besetzt.

© MOZ/UDO PLATE

Dementsprechend redet "Biene", wie Seelows Fußballchef in der hiesigen Region stets gerufen wird, gar nicht erst um den heißen Brei herum. "Das ist das bisher größte Spiel in unserer Vereinshistorie." Gemeint ist das Heimspiel im AOK-Landespokal-Wettbewerb gegen den Ex-Bundesligisten Energie Cottbus. "Wir sind guter Dinge, dass bei akzeptablem Wetter mehr als 1000 Zuschauer die Begegnung live im Stadion mitverfolgen und eine dementsprechend tolle und große Kulisse bilden." Der im Volksmund hinlänglich bekannte Vergleich, "dass zu solch einem Ereignis die gesamte Stadt auf den Beinen ist", wie es der Klubchef ausdrückt, passt wie die berühmte Faust aufs Auge. Nur etwa 5500 Einwohner hat die kleine Kreisstadt Märkisch-Oderlands. In Cottbus sind indes mehr als 100 000 Menschen beheimatet und damit ist Cottbus die zweitgrößte Stadt in Brandenburg. Und sicherlich werden mehr als nur eine handvoll Energie-Fans ihre Mannschaft zum Pokalspiel beim Seelower Oberligisten begleiten. Und die werden einen eigens für die Partie angelegten Gästeblock bekommen.

Keine Frage: Wenn auch noch immer Welten zwischen den beiden Vereinen liegen, Stück für Stück haben sich die Seelower dem Brandenburger Primus angenähert. Im Jahr 2008 spielten die Energie-Kicker in der Deutschen Eliteliga, als die Victoria- Balltreter noch in der Landesliga Nord unter anderem gegen den SV Zehdenick, VfL Nauen und Stahl Finow auf Tore- und Punktejagd gingen. Es folgte unter den Übungsleitern Peter Flaig und Robert Fröhlich der steile Aufstieg der Victoria-Fußballer, der mit dem Gang in die Fünftklassigkeit (Oberliga) vor zwei Jahren seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte.

Ob der Gipfel damit erklommen ist, scheint aus Sicht der MOL-Kreisstädter noch nicht sicher. Die junge Truppe mit dem Ex-Cottbusern Enrico Below ist durchaus noch steigerungsfähig. "Wir sind in der aktuellen Spielzeit zu nichts, außer dem Klassenerhalt, verpflichtet. Aber im Pokal darf es allemal ein wenig mehr werden als in den vergangenen Jahren. Wir werden im Falle des Falles vorbereitet sein", gibt sich Bienwald vor dem Pokal-Hit optimistisch.

Aber erst einmal sollen die Victorianer das größte Spiel in der bisherigen Klubgeschichte zuvorderst genießen: "Spaß haben, den Zuschauern eine wirklich gute Begegnung abliefern und so lange wie möglich dem haushohen Favoriten Cottbus Paroli bieten", lautet die Maxime vom Klubchef Bienwald, der auf gutes Fußballwetter für den Pokalkick am Sonnabend setzt.

Für die Gäste wird es auch eine kleine Reise in die Vergangenheit des Vereins. Die Cottbuser setzten nämlich mit dem Gewinn des Brandenburger Landespokals 1996 im damaligen Seelower Oderbruchstadion im Finale gegen Viktoria Frankfurt (Verbandsliga) unter der Regie von Trainer Eduard Geyer, der selbst in der heutigen Zeit immer noch Kultstatus unter den Energie-Anhängern genießt, zu einem nicht für möglich gehaltenen Höhenflug an. Der mittlerweile sechsmalige Landescup-Gewinner setzte sich damals mit 1:0 in der Verlängerung durch. In der folgenden Regionalliga-Saison schaffte Cottbus als souveräner Tabellenerster mit 82 (!) Zählern den Aufstieg in die zweite Liga, die sich dann als Zwischenstation auf dem Sprung in die Elite-Liga erwies. Inzwischen spielt die Energie-Elf unter den Fittichen von Claus-Dieter "Pele" Wollitz in der Regionalliga und hat als Saisonziel den Wiederaufstieg in die dritte Liga ausgegeben.

Die Hauptkasse an der Kegelhalle/Kulturhaus sowie der zweite Eingang an der Förderschule, Stadion 3, öffnen bereits um 12 Uhr.

http://www.moz.de/lokalredaktionen/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1520784/