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Das Aus im Achtelfinale des Brandenburgpokal gegen FC Energie Cottbus

10.10.2016

Energie-Elf entzaubert Victoria-Kicker

UDO PLATE 09.10.2016 18:54 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Seelow (MOZ) Mit einer Pokal-Gala stürmten die Regionalliga-Kicker von Energie Cottbus ins Achtelfinale des laufenden AOK-Landespokal. Der Auftritt beim bedauernswerten chancenlosen Oberligisten Victoria Seelow endete vor 1135 Fans in der Sparkassenarena mit einem deutlichen 11:1 (5:0)-Auswärtserfolg.

  

Der Blick geht ins Leere: Der Stachel der herben 1:11-Pokal-Klatsche gegen die in allen Belangen überlegenen Regionalliga-Fußballer aus Cottbus sitzt beim Seelower Sebastian Jankowski (rechts) tief. Da verhallen die tröstenden Worte des Gästetrainers Clau

© MOZ/UDO PLATE

So sah es auch Seelows Defensivakteur Anastasios Alexandropoulos. "Seit ich in Seelow spiele, hat noch keine Mannschaft so verdient, auch in dieser unglaublichen Höhe, gewonnen. Das war eine Lehrstunde, die mit Geld nicht zu bezahlen ist. Wir haben aber auch überhaupt keinen Zugriff auf die Energie-Elf bekommen. Die Cottbuser haben uns nach allen Regeln der Fußballkunst entzaubert und uns unsere derzeitigen Grenzen aufgezeigt." Immerhin: Seinen Humor hatte der stets mit einem flotten Spruch daherkommende Grieche in Diensten der Seelower auch am Sonnabend trotz der herben Pokal-Niederlage nicht eingebüßt: "Leider kann ich dem Unparteiischen an unserem Pokal-Aus keinerlei Schuld geben."

Allein der unauffällig und dennoch souverän leitende Schiedsrichter Daniel Köppen hatte alle Hände voll zu tun - mit dem Notieren der vornehmlich Cottbuser Treffer. Es brauchte auch nicht einmal zehn Minuten, da drückte Kevin Weidlich eine Vorarbeit von Benjamin Förster zur frühen Energie-Führung über die Seelower Torlinie. In der Folgezeit und dem Vorsprung im Rücken stellten sich die Gäste aus der Lausitz die hausbacken spielenden Platzherren nach Wunsch zurecht.

Musste der unterbeschäftigte Energie-Keeper Alexander Meyer-Schade in der zwölften Minute noch einen Seelower Eckball entschärfen, erhöhten die Schützlinge von Trainer Claus-Dieter Wollitz in ihrer druckvollsten Phase durch den überragenden Fabio Viteritti (19.), Tim Kruse (22.), Benjamin Förster (27.) und abermals Weidlich, der auf der rechten Außenbahn Viteritti in puncto Wirkung kaum nachstand, auf 5:0. Wie an der Schnur gezogen lief der Ball in Hochgeschwindigkeit durch die Reihen der Cottbuser Akteure, während bei den Gastgebern nichts, aber auch gar nichts zusammenlief. Nur der Halbzeitpfiff von Schiri Köppen bewahrte die Seelower vor größeres Unheil.

Das ließ nach dem Seitenwechsel nicht allzu lang auf sich warten, da auch im zweiten Durchgang die Angriffsmaschinerie der Gäste weiterhin auf vollen Touren lief und Streli Mamba per Foulstrafstoß auf 6:0 erhöhte. Dabei benötigte der Angreifer allerdings einen zweiten Anlauf, da Seelows leidgeprüfter Torsteher Maurice Geisler den ersten Versuch großartig parierte (51.). Innerhalb von vier Minuten bugsierten Förster (53.) sowie abermals Mamba (56.) das Leder ins Seelower Gehäuse, ehe die große Stunde von Enrico Below schlug. Der Ex-Cottbuser, oftmals in vorderster Reihe ganz auf sich allein gestellt, setzte sich im Sitzen gegen Keeper Meyer-Schade und Malte Karbstein durch. Lohn war der Ehrentreffer zum 1:8 (58.). Ein Tor, das die Cottbuser nochmals nachhaltig anstachelte, wie die weiteren Tore von Förster (9:1/66.), Weidlich (10:1/67.) und Viteritti (11:1/88.) offenbarten.

Die bislang schwächste Seelower Saisonleistung brachte auch und vor allem einen Mann in Erklärungsnot: Seelows Spielertrainer Sebastian Jankowski, der sich auf der abschließenden Pressekonferenz keinen Reim darauf machen konnte, was seine Mannschaft in den 90 zuvor absolvierten Minuten da abgeliefert hatte. Jankowski, für gewöhnlich ein mehr als ordentlicher Rhetoriker, hätte "am liebsten gar nichts zur Niederlage gesagt". Dann jedoch gewann natürlich der "Profi" die Oberhand. Und so diktierte der Pole den Journalisten in die Notizblöcke: "Wir haben nichts umgesetzt, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben es an allem mangeln lassen. Mehr ist nicht dazu zu sagen."

Trost kam von Claus-Dieter Wollitz, der nachempfinden konnte, wie die Seelower sich fühlten. "Ich habe mit Schalke 04 auch schon 1:8 gegen Bayern München verloren, das ist wirklich keine Freude", tröstete der Cottbuser Trainer seinen Seelower Kollegen noch auf der Pressekonferenz.

Seelow: Maurice Geisler - Simeon Apostolow, Sebastian Lawrenz, Dawid Jankowski, Anastasios Alexandropoulos (70. Paul Steiner) - Matthias Reichelt, Marcel Georgi, Sebastian Jankowski, Pawel Noga, Bartosz Kaszubowski (46. Toni Mielke) - Enrico Below

http://www.moz.de/lokalredaktionen/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1521447/