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8.Sptg Oberliga

18.10.2016

Gestört, gekämpft, gewonnen 

UDO PLATE 18.10.2016 06:02 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Seelow (MOZ) Es war zunächst eine arg holprige Angelegenheit: Aber am Ende zählte einzig und allein der 4:1-Heimerfolg (1:0) der Oberliga-Fußballer von Victoria Seelow gegen den SV Lichtenberg.

  

Maß genommen: Seelows kräftiger Stürmer Mariusz Wolbaum (links) macht sich unbeirrt von der Lichtenberger Abwehr auf dem Weg zum 3:0-Treffer.

© MOZ/UDO PLATE

Karsten Reiniger, Vater des Bad Freienwalders Sebastian Reiniger in Diensten der Hauptstädter, hatte das Unheil bereits vorm Anpfiff kommen sehen. "Mit den Freitagabend-Spielen ist es wie verhext für Lichtenberg, da können wir, egal gegen welchen Kontrahenten, einfach keinen Blumentopf gewinnen", sollte der Kurstädter, der allen Begegnungen seines Juniors beiwohnt, Recht behalten.

Dabei brauchten beide Mannschaften im munteren und intensiven ersten Durchgang nicht lange, um auf Betriebstemperaturen zu kommen. Dies galt vor allem für die Gäste, die durch Kapitän Dominik Runges Kopfball hätten in Führung gehen können. Stattdessen nutzten die Platzherren ihre erste echte Gelegenheit zur 1:0-Führung. Der Unparteiische Jan Scheller aus Waren an der Müritz hatte fälschlicherweise auf Eckball für Seelow entschieden. Sebastian Jankowski zirkelte den Ball mustergültig zu Toni Mielke, doch dessen wuchtigen Kopfball parierte Lichtenbergs Schlussmann Niklas Wollert mit einer Glanztat von der Linie. Gegen den nachsetzenden Rick Drews war dann allerdings auch Wollert machtlos (22.). Ebenfalls per Kopf bugsierte der Seelower in seinem ersten Punktspiel in dieser Saison nach überstandener Verletzung das Leder in die Maschen.

In der Folgezeit blieben die Victorianer am Drücker, während Lichtenberg insbesondere im Mittelfeld das Geschehen nicht mehr an sich zu reißen vermochte. Der Spielaufbau über Dominik Runge und Sebastian Reiniger wurde von Seelows Sturmduo Mariusz Wolbaum und Rick Drews immer wieder entscheidend gestört. Zudem litt Lichtenbergs Kreativabteilung unter unpräzisen Zuspielen. In vorderster Linie waren Christian Gawe, Patrick Jahn sowie Thomas Brechler bei Seelows Sebastian Lawrenz, Nabiel Nasser und Dawid Jankowski abgemeldet und agierten völlig wirkungslos. So blieb es beim 1:0 zur Pause.

Die in der Rückwärtsbewegung ohnehin starken Seelower standen nach dem Seitenwechsel noch kompakter als in den ersten 45 Minuten. Vorm nicht immer wirklich überzeugenden Torsteher Rafal Lopusiewicz schufteten alle Victoria-Feldspieler unermüdlich. Bereits im Ansatz wurden die Lichtenberger Offensivbemühungen oftmals zerpflückt. Dennoch galt es, einige Schrecksekunden zu überstehen, aber nach spätestens einer Stunde war die Heimelf das tonangebende Team. Der Ausbau der Führung erfolgte dann in der 77. Minute nach der schönsten Kombination des Spiels, als Sebastian Jankowski nach Zuspiel des emsigen Pawel Noga freistehend zum 2:0 einschoss.

Nur zehn Minuten später dann die entscheidende Szene des Spiels. Seelows kräftiger Offensivspieler Mariusz Wolbaum stob nach einem weiten Pass in Richtung Lichtenberg-Gehäuse, setzte sich gegen Runge durch, verlud Torsteher Wollert und schoss abgezockt zum 3:0 ein. Wenige Minuten zuvor war sein direkter SV-Kontrahent Ali Sinan vom Schiri mit dem Roten Karton vorzeitig zum Duschen geschickt worden. Allein: Die Rote Karte schien dann doch etwas überzogen.

Den Ehrentreffer der Hauptstädter zum 1:3 erzielte Thomas Brechler in der Nachspielzeit per sehenswertem Distanzschuss (91.). Die nächsten beiden Aufreger gehörten indes Seelows eingewechseltem Bartosz Katzubowski, der zunächst zum 4:1-Endstand (92.) trafund anschließend wegen Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte erhielt.

So oder so war Seelows Spielertrainer Sebastian Jankowski zufrieden: "Aufgrund der zweiten Halbzeit war unser Sieg verdient. Wir haben den Spielaufbau der Gäste durch Runge und Reiniger von Drews und Wolbaum immer wieder entscheidend stören können", schätzte er nach Spielschluss ein.

Dieser Ansicht mochte auch Lichtenbergs sichtlich unzufriedener Übungsleiter Uwe Lehmann nicht widersprechen: "Der Seelower Erfolg geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir haben keinerlei spielerische Lösungen gefunden. Vielmehr ist uns fast gar nichts gelungen, wie das Resultat untermauert."

Seelow: Lopusiewicz - Apostolow, Lawrenz, Dawid Jankowski, Nasser - Reichelt, Mielke, Sebastian Jankowski, Noga (82. Müller) -  Drews (81. Kaszubowski), Wolbaum (90. Hilprecht)

Tore: 1:0 Rick Drews (21.), 2:0 Sebastian Jankowski (77.), 3:0 Mariusz Wolbaum (88.), 3:1 Thomas Brechler (90.) 4:1 Bartosz Kaszubowski (90.+2) - Schiedsrichter: Jan Scheller (Waren/Müritz) - Zuschauer: 185

http://www.moz.de/lokalredaktionen/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1523556/