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Am 11. Sptg. Seelow "Derby - Sieger !"

21.11.2016

Derby ohne Spannung

HANS EBERHARD 20.11.2016 19:43 UHR 
RED. FRANKFURT (ODER), FRANKFURT-RED@MOZ.DE

Frankfurt (Oder) (MOZ) Das Ostbrandenburger Oberliga-Derby zwischen dem 1. FC Frankfurt und Victoria Seelow hielt nur zu Teilen, was es versprach. Es fehlte die Spannung. Am überraschendsten war noch, dass es mit dem 0:3 (0:2) einen ebenso klaren wie völlig verdienten Gäste-Sieger hatte.

  

Von den Gästen bedrängt: Der Frankfurter Felix Matthäs (Mitte) versucht, an Rick Drews (schoss das dritte Tor) und Marcel Georgi (spielte zuvor beim 1. FC Frankfurt) vorbeizukommen.

© MICHAEL BENK

Die grottenschlechte Heim-Vorstellung der Frankfurter enttäuschte. Oberliga-reif aus ihrer Sicht war lediglich die Kulisse mit 520 Besuchern. Ansonsten schwang der SV Victoria das Zepter, dominierte den 13. Vergleich zwischen beiden Teams seit 2010 diesmal so deutlich wie nie zuvor. "Die Mannschaft musste man für das Derby nicht motivieren", strahlte am Ende Spielertrainer Sebastian Jankowski. "Toll, wie alle bis zum Letzten und bis zuletzt gekämpft haben."

Und das machte zuerst den Unterschied aus. So musste nach dem Abpfiff der Ex-Seelower Trainer Robert Fröhlich nicht nur seinem ehemaligen Spieler gratulieren. Der seit September neue Frankfurt-Coach musste zugleich mit einiger Bitternis erneut die Frage stellen: "Brennt tatsächlich jeder Akteur für seinen Verein, den 1. FCF?"

Nach dem überraschenden ersten Saisonsieg bei TeBe (3:2) hatte man von den Gastgebern, die mit dem Jahres-Debütanten Kevin Richter in der Innenverteidigung antraten, deutlich mehr erwartet. Aber nichts da von gestiegenem Selbstbewusstsein, von Übersicht und Cleverness. Ganz zu schweigen von ordentlichen Spielzügen und großer Torgefahr. Die Unsicherheit aus Köpfen und Beinen ist offensichtlich noch lange nicht raus. Lediglich Neuzugang Visar Braha konnte einige Offensiv-Akzente setzen (15./38./51.).

Die Kreisstädter zeigten sich aus anderem Holze. Von Beginn an scheuten sie keinen Körpereinsatz, gingen immer schneller zum Ball, waren eher am Streitobjekt als der Gegenspieler. Vor allem über die rechte Mittelfeldseite mit Pawel Noga lief die Offensivmaschinerie gut.

Ein unglücklich verlaufener Zweikampf von Dominik Skrzynski gegen den ehemaligen FCF-Techniker Marcel Georgi machte den Weg frei zum 1:0 und für selbstbewusste Seelower. Als dann kurz vor dem Pausentee auch noch Erik Huwe nach Eckstoß des Victoria-Spielertrainers ein Kopfball ins eigene Netz unterlief, war die Messe praktisch gesungen.

Ein Aufbäumen in der zweiten Hälfte? Fehlanzeige. Es blieb alles nur Stückwerk, der Ball lief minutenlang nur lieblos über das Feld - Fußball zum Abgewöhnen. Mit sieben gelben Karten (drei für den 1. FCF, vier für Victoria) hatte das Spiel in dieser Hinsicht zwar gewohnten Derby-Charakter. Doch dem Spielfluss waren die damit einhergehenden Rangeleien alles andere als zuträglich.

Seelows Kapitän Rick Drews krönte mit feinem Solo zum 3:0 den souveränen Auftritt des Oberliga-Mitaufsteigers 2014/15, der als derzeit Tabellensiebter (20 Punkte) wieder nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird - die Frankfurter als Oberliga-Schlusslicht mit nur sechs Punkten schon.

Frankfurt: Schobert - Nowaczewski, Hildebrandt, Richter, Skrzynski - Huwe - Sauer (58. Jäkel), Matthäs, Fiebig, Grothe (46. Aniol) - Braha (80. Weyer).

Seelow: Lopusiewicz - Nasser, D. Jankowski (77. Mielke), Lawrenz, Apostolow - Noga, Reichelt, Georgi, S. Jankowski (77. Müller) - Drews, Wolbaum (73. Kaszubowski)

Tore: 0:1 Marcel Georgi (13.), 0:2 Eigentor Erik Huwe (43.), 0:3 Rick Drews (85.)

Schiedsrichter: Nico Savoy (Fürstenwalde) - Zuschauer: 520

http://www.moz.de/lokalredaktionen/oder-spree/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1531711/