SPONSOREN
 

Sparkasse MOL 

INTERSPORT

 

ewe banner

             

Michael Grundemann 1

 

City Autohaus

 

Scharfe Gmbh

 

BuK Opel
Rueckheim Bauhof
BPS Biering
 
SEITENAUFRUFE
 
61886 PERSONEN
 
 
 
 
 
 
 
 
Link verschicken   Drucken
 

14. Spieltag Oberliga

06.12.2016

Wolbaums Führungstor reicht nicht

JÖRG SCHRÖDER 05.12.2016 19:11 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

 

Berlin/Seelow (MOZ) Da bleibt nur Mund abwischen und sich nun intensiv auf die anstehende Aufgabe Altlüdersdorf konzentrieren. Die Oberliga-Fußballer zogen im Gastspiel bei Hertha Zehlendorf trotz früher Führung durch Mariusz Wolbaum mit 1:2 den Kürzeren.

  

Erzielte das 0:1: Mariusz Wolbaum

© MOZ/UDO PLATE

Im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde wollten die Victorianer ihre Hinrundenbilanz aufpolieren. Hinzu kam, dass die Zehlendorfer bereits vor dem Anpfiff von einem Angstgegner Seelow sprachen, gegen den man nicht gewinnen kann. Nach der Platzbeschauung war jedem klar, dass es beim hart gefrorenen Untergrund keinen Schönheitspreis zu gewinnen geben würde. Die vergangenen Ergebnisse der Seelower (sechs Siege, ein Remis bei einer Niederlage) verpassten den Rot-Weißen die Favoritenrolle.

Unter Leitung der nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichterin Christine Weigelt aus Leipzig begannen die Platzherren sehr selbstbewusst die Begegnung. Fünf Minuten waren gespielt, als Marc Zellner freistehend vor Lopusiewicz freistehend vergab. Seelow ließ sich anfangs davon nicht beeindrucken und ergriff ebenfalls Initiative. Mariusz Wolbaum, ein stetiger Unruheherd im Hertha-Strafraum, setzte sich gegen drei Abwehrspieler durch und erzielte die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung. Seelow agierte auch in der Folgezeit im Angriffsmodus. Kapitän Rick Drews und Marcel Georgi narrten die Zehlendorfer Hintermannschaft zwar mehrfach, aber ein weiterer Treffer gelang nicht.

Die Zehlendorfer ließen sich kaum beeindrucken. Immer wieder durch die Mitte kommend, war das Stürmerduo Marc Zellner und Faton Ademi schwer zu stellen. So wie nach einer Viertelstunde, als Ademi in Seelows Schlussmann Rafal Lopusiewicz seinen Meister fand.

Victoria wollte die Führung ausbauen. In der 20. Minute fing Zehlendorf einen Angriff der Gäste ab. Der Ball wurde einfach in die Spitze gedroschen. Mehr Abseits ging eigentlich nicht und warum Schiedsrichterassistent Lars Albert seine Fahne unten ließ, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Ademi ließ sich jedenfalls nicht zweimal bitten und netzte zum 1:1 ein. Seelow ließ sich nicht schocken und schon im direkten Gegenzug setzte sich Marcel Georgi durch und am Fünfmeterpunkt hätte Mariusz Wolbaum die erneute Seelower Führung erzielen können.

In der Folgezeit stimmte mehrmals die Zuordnung im Seelower Abwehrverband nicht. So wie in der 25. Minute, als Faton Ademi und Marc Zellner die Seelower Abwehr regelrecht schwindlig spielten und Felix Robrecht zum krönenden Abschluss zum 2:1 einlochte.

Diesen Rückstand musste der SV Victoria erst einmal verdauen. Dennoch waren die Mannen um Kapitän Rick Drews bemüht noch in der Halbzeit den Ausgleich zu erzielen. Der hätte fallen können, als Mariusz Wolbaum und Angelo Müller einen Hochkaräter (33.) auf dem Fuß hatten. In der Halbzeitpause reagierten die Victorianer. Für den glücklos spielenden Angelo Müller kam Bartosz Kaszubowski, der dem Seelower Spiel noch frischen Wind geben sollte.

Mit dem Wiederanpfiff spielte nur noch eine Elf, die von Victoria Seelow. Sicherlich erwiesen sich die Gastgeber immer wieder über Konter gefährlich, doch vor dem Seelower Tor überboten sich die Zehlendorfer häufig an Harmlosigkeit. So wie in der 66. Minute, als Burak Mentes auf Marc Zellner in Szene setzte. Doch der Angreifer verpasste fast schon kläglich das 3:1. Es folgte eine Seelower Drangphase. Mariusz Wolbaum, Rick Drews und Bartosz Kaszubowski sowie Marcel Georgi drehten mächtig auf. Tore fielen indes nicht, Marcel Georgi mit Zentimeter am langen Pfosten vorbei und sein Kopfball nach Freistoß von Wolbaum an die Latte waren verheißungsvolle Chancen.

Dann in der Schlussminute noch ein Aufreger im Seelower Strafraum. Schiedsrichterin Christine Weigelt, die zehn Meter vom Geschehen entfernt stand, hatte im Gegensatz zum Schiedsrichterassistent Ronny Walter, der sich 40 Meter vom vermeintlichen Tatort positioniert hatte, nichts gesehen. Dennoch gab es einen Elfmeter für die Heimelf, den Niclas Warwel jedoch nicht verwandeln konnte.

Dann noch ein Fauxpas der Schiedsrichterin. Sie zeigte zwei Minuten Nachspielzeit an. Nach gut einer Minute, just als die Victorianer einen verheißungsvollen Angriff gestartet hatten, pfiff die Unparteiische aus unerklärlichen Gründen ab. Seelow musste dementsprechend eine vermeidbare 1:2-Niederlage quittieren.

Seelow: Lopusiewicz - Apostolow, Lawrenz, D. Jankowski, Nasser - Reichelt, Georgi, Drews, S. Jankowski (40. Mielke) - Müller (46. Kaszubowski), Wolbaum