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1. Spieltag Oberliga

08.08.2017

Laut und unterhalb der Gürtellinie

UDO PLATE 07.08.2017 17:18 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Seelow / Rathenow (MOZ) Die Oberliga-Fußballer von Victoria Seelow kassierten zum Auftakt der Spielzeit 2017/2018 eine 0:3-Niederlage beim amtierenden Vizemeister Optik Rathenow. Im Spiel nach vorn gelang der Gästeelf von Trainer Sebastian Jankowski über die 90 Minuten nur wenig.

  

Nachdenkliche Mienen: Seelows Torwarttrainer Marek Wilczek und Übungsleiter Sebastian Jankowski (links) diskutieren nach dem Auftaktspiel ihrer Mannschaft über den Auftritt.

© MOZ/UDO PLATE

Sie fehlen kaum in einem Stadion: Jene notorischen Nörgler, die je nach Verlauf der Begegnung auch schon gern über die eigene Mannschaft herziehen oder halt die gegnerische Truppe beschimpfen. Aber auch die Schiedsrichter-Schelte ist für derartige Zeitgenossen ein beliebter Zeitvertreib am Fußballplatz.

Einer der größten Schreihälse in der Rathenower Fanschar drängte sich bei Seelows Teammanager Jörg Schröder nachhaltig in den Vordergrund. So laut und meistens unterhalb der Gürtellinie waren seine Tiraden gegen die Victorianer, das diese nur noch mit Kopfschütteln reagierten. "Wir sind fraglos auch keine Kinder von Traurigkeit, wenn es um verbale Attacken geht, aber das unerträgliche Gemecker einiger Rathenower Anhänger gegen unsere Mannschaft hatte schon eine besondere Qualität", sagte Schröder später, der zudem eingestehen musste, "dass wir in der Chancenverwertung unbedingt zulegen müssen." Zwar verloren die Seelower die Auftakt-Begegnung nicht unverdient, aber derartige Pöbeleien hatten sie natürlich nicht verdient.

Bereits in der Anfangsphase der temporeichen sowie intensiven Begegnung erarbeiteten sich die Platzherren um Kulttrainer Ingo Kahlisch leichte Vorteile. Allerdings hielten die Märkisch-Oderländer durchaus dagegen. In der 9. Minute parierte Optik-Schlussmann Bjarne Rogall einen vehementen Versuch von Florian Matthäs mit einer Glanztat. Auf der Gegenseite hätte Seelows Torsteher Maurice Geisler gegen den Kopfball von Julian Ringhof sicherlich keine Chance gehabt, aber das Spielgerät verfehlte das Victoria-Gehäuse um die berühmten Zentimeter. Die Gäste kamen fortan häufig einfach zu spät in die Zweikämpfe und erwehrten sich mit kleinen Fouls. Sehr zum Ärger der Krakeeler, die sich heftig, deftig verbal über die Seelower Spielweise ausließen. "Wir waren in dieser Phase gedanklich einfach nicht schnell genug", sagte Schröder. Dennoch hatte Seelows Rückkehrer Robert Budzalek die hochkarätige Gelegenheit zur Führung. Er scheiterte mit einem satten Schuss an Rathenows Rogall. Allerdings war die Gelegenheit eher ein Zufallsprodukt, da der Ball irgendwie ohne wirkliche Kombination dem Polen vor die Füße fiel (26.).

In der Folgezeit häuften sich die Möglichkeiten für die Heimelf. Verzog Kapitän Süleyman Kapan in der 29. Minute noch in aussichtsreicher Position haarscharf, war er im zweiten Versuch dann eben doch erfolgreich. Per Kopf bugsierte er nach einem Freistoß den Ball am chancenlosen Geisler vorbei zum umjubelten 1:0 in die Seelower Maschen (32.). Bis auf gelbe Karten für die beiden Victorianer Simeon Apostolow und Rick Drews tat sich nichts mehr im ersten Durchgang.

Nach dem Wiederanpfiff des Unparteiischen Stefan Lüth prüfte zunächst Benjamin Wilke den sicheren Maurice Geisler (49.). Auf der Gegenseite zögerte einmal mehr der mustergültig freigespielte Budzalek mit dem Abschluss (50.). Auch als Florian Matthäs per Kopf für Budzalek auflegte, entschied sich der polnische Angreifer sehr zum Leidwesen des an der Seitenlinie verzweifelnden Seelower Übungsleiter Sebastian Jankowski zu einem erfolglosen Dribbling. Eine Direktabnahme wäre sicherlich die bessere Option gewesen. Im Gegenzug zog Wilcke ein zweites Mal aus der Distanz ab. Sein Schuss wurde unhaltbar für Geisler unglücklich zum 2:0 abgefälscht (60.).

Mit dem Doppelwechsel Till Schubert und Tobias Fiebig für Matthias Reichelt und Robert Budzalek versuchte Jankowski in der 62. Minute den Offensivbemühungen seiner Elf in der Schlussphase neues Leben einzuhausen - letztlich vergeblich. Als sich dann auch noch Apostolow überflüssigerweise die dunkelrote Karte einhandelte und vorzeitig zum Duschen musste (77.), war der Drops endgültig zugunsten der Heimelf gelutscht. Statt des möglichen Anschlusstreffers durch Schubert (83.) und Drews (85.) erzielte Rathenows Leroy Jerome mit sehenswerter Einzelleistung den 3:0-Schlussakkord (87.). Übrigens, just als Jerome das dritte Optik-Tor markierte, hatten sich die zuvor nicht wirklich zurückhaltenden Meckerer zufrieden lächelnd verabschiedet.

Victoria Seelow: Maurice Geisler - Simeon Apostolow, Dawid Jankowski, Sebastian Lawrenz, Pawel Zielinski - Matthias Reichelt (62. Tobias Fiebig), Marcel Georgi, Rick Drews, Pierre Kruber - Robert Budzalek (62. Till Schubert), Florian Matthäs

http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1594810/