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3. Spieltag Oberliga

27.08.2017

HANS EBERHARD 27.08.2017 19:24 UHR 
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

Seelower Frustbewältigung

Seelow (MOZ) Was war denn an diesem Freitagabend los? Victoria Seelow gewann das Ostbrandenburg-Derby in der Fußball-Oberliga beim 1. FCF mit sage und schreibe 7:1 (4:1). Und das völlig verdient vor staunenden 780 Besuchern.

Ein überraschend hoher Sieg der Gäste und eine Heim-Blamage des Frankfurter Jung-Teams, das erstes Lehrgeld im Kampf um den Klassenverbleib zahlen musste.

Die Kreisstädter hatten vor der 3. Oberliga-Runde null Punkte und null Tore, bestätigten an der Oder jedoch ihre Oberliga-Reife, ohne Bäume auszureißen. Die Frankfurter machten sie mit ihrem Angsthasen-Fußball stark. Die Nervosität, die Unsicherheit durchzogen von Anfang an alle Reihen, reichten vom Schlussmann bis zum Stürmer.

Die Gäste nutzten das mit Routine und Robustheit weidlich aus, blieben torgierig bis zum Schluss. Und schossen sich den Frust nach schwachem Start von der Seele. Sie operierten viel mit langen Bällen, spielten hier und da Schnelligkeitsvorteile aus. Vor allem demonstrierten sie in der Körpersprache und in den Zweikämpfen ihren Siegeswillen. Und zeigten so den Jungspunden (sieben unter 20 Jahre alt), wo der Oberliga-Hammer hängt. FCF-Trainer Peter Flaig, lange auf Ursachenforschung, formulierte es hinterher sachlich wie drastisch so: "Das war kollektives Versagen. Wir wollten, aber konnten nicht. Vielleicht ist es für junge Spieler auch mal ganz gut, es richtig auf den Sack zu kriegen."

Seinem strahlenden Gegenüber fehlten auch lange die Worte. "Ich bin von meinen Männern völlig überrascht", gab Sebastian Jankowski dann zu. "Taktisch gut aufgestellt, haben wir sehr schnell und ordentlich nach vorn gespielt."

Das fand auch Seelows Kreativspieler Marcel Georgi, Torschütze zum 3:1. "Die Taktik und die Cleverness machten heute den Unterschied. Eine Glanzleistung aber war das nicht. Die Dreier-Kette des FCF hebelten wir mit Diagonalpässen aus. Nur beim Ausgleich gaben wir die Partie kurz aus der Hand."

Matthias Reischert, Ersatzkapitän für den erkrankten Erik Huwe, fand nach dem Desaster auch deutliche Worte. "Das war nicht oberliga-tauglich, das war eine Frechheit gegenüber den Fans. Wir kamen nicht in die Zweikämpfe, eroberten auch keinen zweiten Ball. Hinten spielten wir klein-klein, vorn blieben wir ohne Wirkung. Keiner erreichte Normalform. Das müssen wir jetzt wegstecken."

Der Spielfilm aus Frankfurt-Sicht ist schnell erzählt: 0:1: Der zweite gefährliche Freistoß von Jankowski, scharf und flach von links geschlagen, schlägt am kurzen Pfosten ein. 1:1: Nach Reischert-Eckstoß springt Peschke am höchsten und nickt ein. 1:2: Fiebig ist im Nachschuss erfolgreich. 1:3: Schönes Zuspiel von Drews auf Georgi in die Schnittstelle der FCF-Abwehr. 1:4: Drews-Flanke von rechts, Kruber köpft mit letztem Einsatz fast an der Grundlinie ein. 1:5: Kapitän Drews völlig allein in Mittelstürmerposition. 1:6: Zielinski mit drangvollem Solo. 1:7: Jankowskis zweiter Streich, diesmal als Freistoß-Aufsetzer, Fehler von Reschke.

Dabei hatten die Victorianer noch weitere gute Tor-Möglichkeiten vor allem durch Drews und Zielinski. Die Chancen des 1. FCF hielten sich in ganz engen Grenzen. Pech hatte Paul Karaszewski mit seinem Hinterhaltschuss, der von der Unterkante der Querstange zurück ins Feld sprang (60.). Viel mehr ließen die Kreisstädter aber auch nicht zu.

1. FC Frankfurt: Reschke - Richter, Kasperkiewicz, Peschke - Herzberg, Karaszewski - Guttke, Reischert, Labes, Sauer (46. Aniol) - Weddemar (77. Müller)

Victoria Seelow: Geisler - Reichelt, Dawid Jankowski, Lawrenz - Fiebig, Matthäs - Zielinski (63. Noga), Georgi (72. Berlinski), Melo Cavalcante - Drews (63. Budzalek), Kruber

Tore: 0:1 D. Jankowski (8.), 1:1 Peschke (14.), 1:2 Fiebig (30.), 1:3 Georgi (38.), 1:4 Kruber (40.), 1:5 Drews (47.), 1:6 Zielinski (49.), 1:7 D. Jankowski (69.) - Schiedsrichter: Maximilian Stern (Berlin) - Zuschauer: 780

http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1599841/