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Rolle rückwärts in Rostock (moz)

24.10.2017

SEELOWS OBERLIGA-FUSSBALLER HOLEN TEILERFOLG BEIM FC HANSA II / SEBASTIAN JANKOWSKI WIEDER SPIELERTRAINE

Rolle rückwärts in Rostock

Wieder auf Ballhöhe: Die Rolle rückwärts hievte Seelows Übungsleiter Sebastian Jankowski wieder in die des Spielertrainers, der seinen Platz am Spielfeldrand räumte und stattdessen auf dem Platz aktiv eingreift.

Wieder auf Ballhöhe: Die Rolle rückwärts hievte Seelows Übungsleiter Sebastian Jankowski wieder in die des Spielertrainers, der seinen Platz am Spielfeldrand räumte und stattdessen auf dem Platz aktiv eingreift.© Foto: MOZ/Udo Plate

Udo Plate/ 23.10.2017, 19:13 Uhr

Rostock (MOZ) Verständlicherweise gab es direkt nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen Christopher Beblik enttäuschte Seelower, doch bereits nach dem Duschen blickte der neutrale Beobachter in zufriedenere Mienen der Victoria-Oberligakicker. Das 1:1-Remis bei der Drittligareserve von Hansa Rostock darf schon als kleiner Befreiungsschlag gewertet werden.

Das Ärgerliche: Der Ausgleichstreffer der Ostseestädter fiel erst wenige Augenblicke vor dem Spielende durch Hansas Abwehrspieler Nils Röth - exakt in der 89. Minute im Anschluss an einen Eckball. Bis dato sah alles nach einem echten Befreiungsschlag der zuletzt doch arg gebeutelten Akteure von Victoria Seelow aus. "Es passte vieles", bilanzierte Seelows Teammanager Jörg Schröder nach 90 Minuten, "nur das Resultat aus unserer Sicht nicht. Mit dieser Einstellung kann Seelow in der Liga mithalten. Das sollte auch das Selbstbewusstsein wieder deutlich erhöhen. Starke Leistung vom gesamten Team."

Die wichtigste Personalie der Seelower: Die Rolle rückwärts von Seelows Cheftrainer Sebastian Jankowski. Nach den jüngsten Nackenschlägen streifte er erstmals in dieser Spielzeit wieder das Trikot über und wechselte vom Coach in den Status Spielertrainer. "Außergewöhnliche Situationen erfordern mitunter außergewöhnliche Maßnahmen", begründete Jankowski diesen Schritt. Dem sympathischen Jungtrainer kann also Tatenlosigkeit nicht unterstellt werden. Mit Jankowski dominierten die Gäste im Rostocker Volksstadion über weite Strecken eindeutig. Nur in der Schlussphase zogen sich die Victorianer mit dem knappen 1:0-Vorsprung zurück und überließen den Platzherren von Übungsleiter Felix Dojahn mehr Spielanteile. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte.

Dass die Begegnung zu einem Zitterspiel avancierte, hatten sich die Seelower selbst zuzuschreiben. Nach nervösem Beginn bekamen Jankowski und Co. das Geschehen umgehend in den Griff. Zielinskis Kopfball nach Flanke von Pawel Noga, der knapp übers Hansa-Gehäuse zischte, war in der fünften Minute der Auftakt zu einer Hand voll viel versprechender Seelower Gelegenheiten. Als Nächster durfte Robert Budzalek ran. Der erstmals seit Wochen wieder in die Startformation gerutschte Angreifer scheiterte mit seinem ersten Versuch (7.). Ein erstes Lebenszeichen der Heimelf dann von Jeff Fahr (14.). Dennoch blieben die Gäste im Angriffsmodus und folgerichtig fiel auch das erlösende 1:0. Nach einer schulbuchmäßigen Kombination war Budzalek ein zweites Mal an der Reihe und diesmal vollendete der Pole zum 1:0 (20.). Auch die nächste Chance gehörte den Victorianern, aber Noga war einmal mehr ohne Zielwasser unterwegs.

Auch in der Folgezeit trieb Kapitän Rick Drews seine Mannschaft aus dem Mittelfeld immer wieder an. Selbst Abwehrchef Sebastian Lawrenz unternahm mehrfach Ausflüge in die Hansa-Hälfte. So auch in der 35. Minute, als er im Rostocker Strafraum rustikal gelegt wurde und Schiedsrichter Beblik ohne zu Zögern auf den Elfmeterpunkt zeigte. Pawel Zielinski scheiterte jedoch an Hansa-Torsteher Kai Eisele und so ging es mit einem 1:0 statt 2:0 zum Pausen-Tee.

Nach dem Seitenwechsel waren die Rostocker mit dem Rückstand natürlich gezwungen, sich vermehrt um die Offensive verdient zu machen. Jonas Hurtig setzte Chaka Menelik Ngu´Ewodo in Szene, doch der verzog knapp in aussichtsreicher Position (62.). Als der Ball dann nur wenige Minuten später doch im Seelower Tor landete, Glück für die Gäste. Torschütze Ewodo (66.) stand im Abseits. Da aller guten Dinge drei sind, vergab Ewodo in der 75. Minute auch die nächste hochkarätige Einschussmöglichkeit der Hansa-Spieler. Aus Nahdistanz bugsierte der Rostocker den Ball über den einmal mehr von Maurice Geisler stark gehüteten Victoria-Kasten. Die Vorentscheidung zu Gunsten der Jankowski-Elf verhinderte das Rostocker Aluminium. Der fulminante Distanzschuss von Marcel Georgi prallte ins Spielfeld zurück (82.).

Dieses Glück hatten die Gäste dann in der 89. Minute nicht, denn da versenkte Rostocks aufgerückter Abwehrspieler Nils Röth das runde Leder per Kopf zum späten Ausgleich in die Seelower Maschen. Nur Augenblicke zuvor hatte Geisler bereits mit einer Glanztat gegen Hansa-Kapitän Stefan Geers einen Treffer verhindert. Und auch der Schlussakkord gehörte der Heimelf, doch der Schuss von Jeff-Dennis Fehr strich knapp vorbei.

Seelow: Geisler - Nasser, Zielinski, Lawrenz, Noga (85. Schubert) - Drews, Jankowski, Reichelt (80. Glöck), Georgi, Melo Cavalcante - Budzalek (70. Fiebig)

http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1613560/