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Krise hat Victoria fest am Wickel

07.11.2017

SEELOWER OBERLIGA-FUSSBALLER RUTSCHEN NACH NEUERLICHER HEIMPLEITE AUF RELEGATIONSPLATZ Ab

 

Udo Plate/ 07.11.2017, 05:31 Uhr Seelow (MOZ)

Gelungene Offensivaktion: Seelows Ronaldo Cavalcante (rechts) setzt sich gegen Charlottenburgs Max Conrad durch.

Gelungene Offensivaktion: Seelows Ronaldo Cavalcante (rechts) setzt sich gegen Charlottenburgs Max Conrad durch.© Foto: MOZ/Udo Plate

 

Mit einer nicht zwingend erwarteten Heimniederlage endete das Sonntagsspiel der Seelower OberligaKicker gegen die bis dato auf dem letzten Rang im Gesamtklassement notierten Gäste vom Charlottenburger FC Hertha. Die Elf unterlag mit 1:3 (1:2) - und das durchaus verdient.

"Charlottenburg war bissig, zweikampfstark und präsent ohne Ende und hat völlig zu Recht gewonnen. Wir haben wenig von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Vor allem im ersten Durchgang waren wir schwach, das war gar nichts", zog Victoria-Teammanager Jörg Schröder ein ernüchternd-ehrliches Fazit der insgesamt 94 Minuten. Die Platzherren blieben in der ersten Halbzeit weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, während die Berliner Stadtteilkicker, bei denen aufgrund Personalsorgen sogar Trainer Munier Raychouni noch einmal ins Trikot schlüpfte, von Beginn an nicht nur kämpferisch zu überzeugen wussten.

Trotz einer ersten Schrecksekunde nach nur elf Sekunden durch den Charlottenburger Mohamed Toure wurden die Seelower kalt erwischt: Nach Pawel Zielinskis Ballverlust war es Ali Ayvaz, der Maurice Geisler im Victoria-Kasten keinerlei Abwehrchance ließ und nach vier Minuten die wichtige Charlottenburger Führung erzielte. Damit war der Boden für einen Auswärtserfolg bereitet. Seelow musste kommen, die Gäste lauerten geschickt auf schnelle Konter. Zudem rettete der reaktionsschnelle Torsteher Ferdinand Hahn, was zu retten war.

So gegen Seelows Torjäger Robert Budzalek (7.), und auch Simeon Apostolows Distanzschuss meisterte Hahn souverän. Das 0:2 verhinderte Seelows Kapitän Rick Drews nach exakt einer Viertelstunde mit einer Rettungstat auf der Torlinie gegen Jose Silva Magalhaes. Doch in der 24. Minute klingelte es dann ein zweites Mal im Gehäuse der Heimelf. Silva Magalhaes bugsierte einen Eckball von Can Eryigit über die Torlinie. Nur wenige Augenblicke später neigte sich die Waage dann endgültig auf die Seite der Gäste. Der bereits wegen Meckerns verwarnte Drews kassierte wegen eines Fouls an Ayvaz den Gelb-Roten Karton (35.).

Die Unterzahl schockte die Gastgeber allerdings nicht. Vielmehr erhöhten die Seelower fortan ihre Angriffsbemühungen, während die Hauptstädter im sicheren Gefühl des Erfolges einen Gang zurückschalteten. Prompt stellte sich der Seelower Torerfolg ein. Sebastian Jankowski traf zum 1:2 (43.), nach dem Sebastian Lawrenz die Charlottenburger 5-Mann-Mauer den entscheidenden Schritt im Alleingang abgedrängt hatte.

Im zweiten Durchgang drängten die Victorianer auf den Ausgleich, taten sich jedoch gegen die geschickt verteidigenden und äußerst leidenschaftlich kämpfenden Charlottenburger mehr als schwer. Als sich der Herthaner Toure nach einem Abseitspfiff noch zu einem Foul hinreißen ließ und ebenfalls mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen durfte (61.), legten die Platzherren noch einen Gang zu. Allein: Wirklich klare Gelegenheiten blieben weiterhin Mangelware. Was dennoch auf den Charlottenburger Kasten kam, wurde zumeist eine sichere Beute des Charlottenburger Torstehers Hahn. Wie Hahn das Jankowski-Geschoss entschärfte, war allein das Eintrittsgeld wert (73.). Auch der Apostolow-Versuch stellte den Charlottenburger kaum vor größere Probleme (74.).

In der Schlussphase warf Seelow mit dem Mut der Verzweiflung alles nach vorn. Allerdings gelang es nicht mehr, die Charlottenburger Abwehr auszuhebeln. Andererseits ließen die Gäste einige vielversprechende Kontermöglichkeiten (82./85.) aus, um mit einem dritten Treffer vorzeitig alles klar zu machen. Schließlich bewies jedoch Charlottenburgs Trainer Ryachouni das absolut richtige Näschen. Er wechselte in der 88. Minute Ergün Cakir ein. Nur fünf Minuten später schlug der bullige Angreifer zum 1:3 zu.

"Das war ein schwer erkämpfter Auswärtserfolg und wir sind natürlich glücklich über die drei Punkte. Aber unterm Strich geht der Sieg in Ordnung. Dennoch hat mich meine Mannschaft noch nicht wirklich über die gesamte Spielzeit überzeugt, da war vor allem in der Phase der nominellen Überzahl noch zu viel zu viel Leerlauf. Es wartet dementsprechend eine Menge Arbeit auf uns alle, um letztlich die Klasse dann halten zu können", taktete der sympathische Hertha-Trainer Raychouni den Erfolg seiner Elf bei den Victorianern ein.

 

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