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Oberliga "Jetzt geht es los!"

27.11.2017

FUSSBALL-OBERLIGIST SV VICTORIA SEELOW SCHIESST SICH MIT VIER TOREN GEGEN DEN SV ALTLÜDERSDORF DEN FRUST VON DER SEELE

"Jetzt geht es los!"

Duell im Mittelfeld: Nabiel Nasser im Zweikampf mit dem Altlüdersdorfer Jakub Jan Klimko (rechts)

Duell im Mittelfeld: Nabiel Nasser im Zweikampf mit dem Altlüdersdorfer Jakub Jan Klimko (rechts)© Foto: MOZ/Edgar Nemschok

 

Edgar Nemschok/ 27.11.2017, 10:52 Uhr

Seelow (MOZ) Der SV Victoria Seelow kann in der Fußball-Oberliga doch noch gewinnen - und wie! Gegen den SV Altlüdersdorf hieß es nach 90 aufregenden Minuten 4:1. Es war ein hoch verdienter Sieg, der nach dem Spiel auch ausgiebig gefeiert wurde.

Schon beim Warmmachen merkte man deutlich, heute liegt was in der Luft. Warmmachen ist auch nicht das richtige Wort, denn jeder versuchte sich im Toreschießen. Nach dem Spiel gab es im kleinen Vereinsheim auf dem EWE-Sportplatz an der Seelower Robert-Koch-Straße dichtes Gedrängel. Jeder wollte den Helden vom Flutlichtspiel auf die Schulter klopfen und alle, zumindest die Victorianer, freuten sich riesig, dass die Mannschaft nach einer regelrechten Durststrecke doch noch erfolgreich sein kann. "Es tut so gut", sagte auch Spieler und Trainer Sebastian Jankowski in der Pressekonferenz nach dem Spiel, die eigentlich mehr zu einer großen Party wurde. Aber was war nun zwischen diesen beiden Situationen passiert?

Das Spiel begann mit hellwachen und hoch motivierten Seelowern, die auf dem Kunstrasen sofort auf Angriffsmodus schalteten. Nach zwei Minuten hieß es 1:0. Auch wenn Marcel Georgi bei seinem Abschluss ein wenig Glück hatte, egal, denn vom Glück waren die Seelower in den vergangenen Wochen nicht gerade verfolgt. Georgi zog nach einem weiten Einwurf von Nabiel Nasser ab. Und gleich zwei Minuten später hätte Georgi erhöhen können. Doch der Ball ging knapp übers Tor. Einen kleinen Wachrüttler gab es in der 9. Minute nach einer Ecke der Altlüdersdorfer. Kapitän Kevin Owczarek schlug diese scharf in den Seelower Strafraum, in dem sich niemand so richtig um Sven Marten kümmerte. Victoria hatte erneut Glück. Das war aber auch die einzige gefährliche Situation der Gäste, denn danach spielte nur noch der Gastgeber. Teilweise griffen sie mit vier Stürmern auf einer Linie an: Sebastian Janowski, Cavalcante Melo, Georgi und Pawel Noga, der über die rechte Seite für viel Druck sorgte.

Nach 15 Minuten kam nach einer Eingabe von Nasser Georgi wieder nur einen Schritt zu spät. Was die Seelower wirklich stark machte, es wurde ohne Schnörkel und mit viel Tempo nach vorn gespielt. Wie in der 25. Minute, als Florian Matthäs aus gut 25 Metern urplötzlich abzog. Der Ball war lange in der Luft und klatschte gegen die Altlüdersdorfer Querlatte. Der SVA kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Das 2:0 für Seelow ergab sich nach einem groben Abwehrschnitzer der Gäste. Burak Aktus vertendelte an der Strafraumgrenze den Ball. Georgi hätte schon einschießen können, wurde aber von Torhüter Alexander Walter abgedrängt. Erst im zweiten Nachsetzten gelang Cavalcante Melo das Tor. Für Georgi war es allerdings die letzte Aktion im Spiel. Mit muskulären Problemen musste er ausgewechselt werden.

Seelow ließ nicht nach. In der 41. Minute hatte sich Sebastian Jankowski auf Links sehr schön durchgesetzt. Mit einem Reflex konnte Torhüter Walter den satten Schuss des Seelowers noch gegen die Latte lenken.

Der Höhepunkt des Spiels wurde sicherlich die 44. Minute. Nach Ecke von Jankowski hämmerte Matthäs den Ball mit wuchtigem Kopfball unter die Querlatte des Altlüdersdorfer Tors. Allein diese Aktion war das Eintrittsgeld für dieses Abendspiel wert.

Gäste-Trainer Dariusz Bucinski reagierte in der Halbzeitpause und wechselte gleich zweimal. Und tatsächlich, Ruben Pilumyan sowie Kerim Yesilöz brachten neuen Schwung in die Reihen der lila-gekleideten Fußballer des SVA. Ein Moment von Unkonzentriertheit in der Seelower Abwehr nutzte Kamil Zielinski aus. Er besorgte im Alleingang das 1:3. Im weiteren Verlauf wurde das Spiel noch einmal richtig kritisch für Victoria. Die Altlüdersdorfer merkten, dass die Seelower ein bisschen weiche Knie bekamen, und drückten noch einmal. Nach schöner Kombination von Jakub Klimko, Pilumyan ging der Kopfball von Yesilöz an den Seelower Pfosten. Erst das Tor von Tobias Fiebig in der 78. Minute entschied das Spiel zu Gunsten der Gastgeber. Der eingewechselte Till Schubert hätte dann noch nach einem Solo noch erhöhen können. Aber das wäre wohl auch ein wenig zu viel des Guten gewesen.

Zunächst fiel der Jubel der Seelower etwas verhalten aus, denn ihr Kapitän Rick Drews hatte sich kurz vor dem Abpfiff noch verletzt und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Platz.

Und was sagten die beiden Trainer nach dem Spiel? Altlüdersdorfs Trainer Bucinski war natürlich wenig begeistert: "Mit einer Leistung wie die der ersten Halbzeit können wird keine Spiele gewinnen." Auf Seiten der Victoria gab es durch Sebastian Jankowski eine klare Ansage: "Heute feiern wir, aber schon ab morgen denken wir an das nächste Spiel. Jetzt geht es los!"

 

http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1621093/