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Derby Sieger im Spiel der beiden Absteiger

24.09.2018

HEIMSPIEL IN DER BRANDENBURGLIGA

Fußball 
In Zweikämpfen deutlich stärker

Eberhard Fehland / 24.09.2018, 05:00 Uhr

Seelow Das Ostbrandenburg-Derby der Fußball-Oberliga-Absteiger gewann Victoria Seelow erneut, diesmal mit 3:0 (0:0) gegen den Dauer-Kontrahenten 1. FC Frankfurt. Seit drei Jahren hält diese Plus-Serie.

Nicht so sehr Regen, Wind und ein Temperatursturz um 15 Grad machten den Frankfurtern unter Flutlicht am 4. Spieltag der Brandenburgliga zu schaffen, sondern mehr eigene Unzulänglichkeiten vorn und hinten – und ein Partner, der besonders nach der Pause merklich das Tempo anzog und die entscheidenden Zweikämpfe gewann. Allen voran die drangvollen Till Schubert und Robert Budzalek. Sie gehörten zu den Vorbereitern und Vollstreckern. Auf der anderen Seite mühte sich der laufstarke, aber glücklose Artur Aniol. Spielerisch blieben manche Wünsche offen, aber der Sieg der Gastgeber war durchaus verdient, wohl jedoch etwas zu hoch. In der vorigen Oberliga-Saison hatte Seelow noch deutlicher triumphiert: 4:0 daheim, 7:1 auswärts.

Die erste Hälfte hatten die Gäste noch ausgeglichen gestalten und die ersten gefährlichen Akzente setzen können. Robin Grothes Weitschuss landete ebenso knapp daneben (18.) wie Aniols Diagonalversuch von halblinks (20.) oder der Freistoß von John Lukas Sauer (30.). Mit dem böigen Wind im Rücken kamen aber die meisten weiten Schläge auf die FCF-Spitze (Aniol) nicht an. Beide Abwehrreihen standen zunächst kompakt. Also versuchte sich auch die Victoria mehr mit Distanzschüssen (Jevgenij Kosmacovs/23., Anastasios Alexandropoulos/36.), erhöhte vor der Pause den Druck. Versuche von Budzalek und Piotr Rymar wurden im letzten Moment einsatzstark geblockt.

Nach dem Seitenwechsel verlängerte Budzalek im Mittelkreis mit Kopfstoß in den Lauf von Schubert. Der schüttelte John Lukas Sauer ab, passte quer zum mitgelaufenen polnischen Stürmer – und der vollendete unter zaghafter Bedrängnis von Lars Wiedenhöft zum 1:0 (49.). Der 30-jährige Buszalek kommt nach anfänglichem Trainingsrückstand immer besser in Fahrt, machte in seinem vierten Punktspiel sein viertes Tor.

Nun nahmen die Seelower Erfolgsstory und der Frankfurter Victoria-Komplex ihren Lauf. Der FCF stemmte sich gegen die drohende Niederlage, konnte fehlende Routine und Abgezocktheit oft nur durch Fouls ausgleichen und handelte sich so vier Gelbe Karten ein. Meist in der Abwehr gebunden, gelang ihm vorn nicht viel Aufregendes mehr – auch nicht mit der Einwechslung von drei Offensivkräften.

Das 2:0 für die Platzherren bereitete Budzalek mit Querpass auf Schubert vor. Schlussmann Damian Schobert hatte ihn beim Rettungsversuch von den Beinen geholt. Den Foulstrafstoß verwandelte Sebastian Lawrenz sicher (74.). Den Schlusspunkt setzte der von Stilon Gorzow gekommene Rymar mit unhaltbarem 22-m-Schuss in den rechten Dreiangel (78.).

„Es war fast wie immer in den letzten Vergleichen“, kommentierte fast lakonisch der Ex-Frankfurter Marcel Georgi. Seelows Mittelfeld-Techniker war wegen eines Muskelfaserrisses zum Zuschauen verurteilt. Sein Trainer Peter Flaig fasste zusammen: „Unsere Abwehr stand sicher, kompakt, und wir hatten deutliche Vorteile in der Kampfkraft, in der körperlichen Präsenz. Wegen der personellen Engpässe war es vom Niveau her sicher nicht so toll. Der sichere Erfolg nach konzentriertem Geduldsspiel war wichtig.“

Während  in der Victoria-Kabine lautstarke Gesänge zu hören waren und Anastasios Alexandropoulos mit umgehängter Pauke für zusätzlichen Freudenlärm auf dem Gang sorgte, war es gegenüber mucksmäuschenstill. Nur Assistent Björn Keller, der Trainer Jan Mutschler vertrat, urteilte draußen: „Wenn wir in der ersten Halbzeit eine mögliche Führung machen, sieht das Ganze taktisch anders aus. Knackpunkt war, dass wir die Zweikämpfe nicht angenommen haben. Unsere Außenverteidiger hatten große Probleme.“

Auch beim Sportlichen Leiter Axel Geisler saß der Stachel der Enttäuschung nach dem Abpfiff tief. „Wir müssen  uns eingestehen, dass wir derzeit nicht über Bemühungen und Ansätze hinauskommen, um zu punkten.“

https://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/seelow/artikel7/dg/0/1/1682499/