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Mit Gegenwind über Berg und Tal bei der Müncheberger Dörfertour Drucken
Radwandern - Radwandern
Dienstag, den 10. November 2009 um 10:25 Uhr

Tour durch die Müncheberger DörferMüncheberg "Meistens fahre ich allein durch die Gegend, aber heute habe ich ja mal richtig viel Gesellschaft", freute sich der Strausberger Jürgen Krause am Sonnabend. Und tatsächlich, er fuhr im großen Trupp: 107 Leser stiegen mit ihm zur 9. Etappe der Tour de MOZ aufs Rad. Eine Tour, die es in sich hatte. Zwar zeigte sich kaum ein Wölkchen am Himmel, doch heftiger Gegenwind, tiefe Pfützen vom Regen der Vortage und Holperpflaster machten die Strecke zur Kraftprobe.

Die endlos scheinende Radlerschlange zog sich dahin, riss auseinander - einige spurteten scheinbar mühelos, anderen fiel es schwer, Anschluss zu halten. "Meine Güte, heute ist es ja ganz schön anstrengend", bekannte nicht nur die Fürstenwalderin Annegret Oschließ. Während die Karawane durch Dörfer und Landschaft fuhr, herrschte ziemliche Aufregung im kleinen Team der Eggersdorfer Flugplatzkneipe "Fliegende Kiste". Mit über 100 Radlern hatte dort niemand gerechnet.

Und so wurde von Bernd Heinemann, Inhaber des gemütlichen Fliegerlokals zusätzlich zum großen Kessel voller Suppe Bratwurst herangeschafft und der Grill angeworfen. "Zum Glück können wir uns die Kalorien jetzt gleich wieder abradeln", kommentierte der Seelower Detlef Pagel. Auf dem kleinen Rutsch von Eggersdorf hinüber nach Tempelberg rollten die Räder zügig. "Das ist ja richtig erholsam", zeigte sich die Frankfurterin Anke Krüger erleichtert und der 73-Jährige Siegfried Heim aus Müncheberg lobte: "Mir gefällt die Tour sehr gut, auch wenn es manchmal schwer wird."

In Tempelberg ließen es sich die Radler auf dem Hof der Familie Lieske, die mit vielen anderen zur Brandenburger Landpartie eingeladen hatte, gut gehen. Nach dem Blick auf altes Handwerk - Filzen und Hufe beschlagen - ging es erneut weit zurück in die Geschichte der Region - bis zu den Templern. "Wir haben hier eine der ältesten und, wie ich meine, auch eine der schönsten Kirchen des Landes Brandenburg", erklärte Angela Brüggemann vom Kirchenförderkreis,.

Zügig ging es dann hügelauf, hügelab weiter nach Müncheberg. Und auch hier war die Kirche das Ziel. Ein Gotteshaus, das nach aufwändiger Restaurierung zum Veranstaltungsort für vielerlei Kulturelles geworden ist. Hoch oben auf der Aussichtsplattform hatte Tourführer Uli Engler nun jede Menge Fragen zur Aussicht und zur Geschichte zu beantworten. Der Abstieg war dann schnell geschafft, die letzten Kilometer zurück zum Dahmsdorfer Bahnhof radelten sich ruckzuck weg. Immerhin 45 Kilometer steckten den Radlern nun in den Beinen. Gefühlt war die Strecke fast doppelt so lang, durch heftigen Gegenwind und etliche steile Anstiege.

Greta Eichner aus Wriezen fasste zusammen. "Es war wirklich nicht leicht heute, aber das soll uns nicht abhalten, auch künftig wieder mit dabei zu sein, wenn die MOZ zur Tour einlädt."

Quelle: Karin Ernst (Tourdemoz)

 

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