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Zu historischen Stätten und Naturerlebnissen Drucken
Radwandern - Radwandern
Dienstag, den 10. November 2009 um 10:39 Uhr

Tour zu historischen StättenKüstrin "Ist das eine schöne Aussicht! Das alles hier würden wir ohne die MOZ-Tour gar nicht zu sehen kriegen", war sich Hildegard Türk aus Strausberg sicher, als sie vom Aussichtsturm am Nationalpark "Warthemündung" weit ins Land hineinblickte. Überflutete Wiesen, soweit das Auge reichte. "Kein Wunder bei dem Regen in diesen Tagen, wir haben ja schon bei der Herfahrt gesehen, wie hoch auch das Wasser der Oder gestiegen ist", ergänzte Edda Goß, ebenfalls aus Strausberg.

Nach dem Start im polnischen Chyrzyno führte der Weg der 39 MOZ-Radler am Sonnabend in Richtung Slonsk. Ausgiebig sah man sich in Kirche und Heimatstube um. Der Stopp an der Gedenkstätte des einstigen Konzentrationslagers Sonnenburg erinnerte dann an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. "Was damals passiert ist, darf man einfach nicht vergessen. Es muss doch möglich sein, dass alle Menschen friedlich miteinander leben", ließ Anke Liechner aus Bernau ihre Gedanken laut werden. Von Slonsk nach Czarnow führte der Weg durch Feld und Wiesen - holprig und schlammig - zwei, drei Kilometer wurden zur echten Kraftprobe, alle atmeten auf, als die Räder wieder über festen Boden rollten. "Eine kleine Anstrengung gehört eben auch zu so einer Tour", kommentierte der 72-jährige Hans-Georg Hempel aus Küstrin-Kietz, der zum ersten Mal bei einer MOZ-Tour mit in die Pedalen trat.

Beim Halt an den Ruinen des Forts Zabice konnten alle erst einmal durchatmen. Nächstes Ziel war das Wiesenmuseum Owczary (Ötscher). Roman Skudynowski, Vizedirektor des Nationalparks, der die Tour gemeinsam mit dem Seelower Klaus Merten führte, gab auch hier wieder ausführliche Erklärungen zu Fauna und Flora der Region. Der passionierte Radler Skudynowski informierte über die reiche Vogelwelt der Warthemündung, die mehr als 250 Arten umfasst und sich nicht nur von den beiden Aussichtstürmen des Nationalparkes aus gut beobachten lässt. Auch seltene Steppenpflanzen sind an der Warthe zu finden. Ein guter Grund, gerade dort Polens einziges Wiesenmuseum einzurichten.

Zum Abschluss der Tour, beim letzten Halt in Gorzyca (Göritz), gab es beim Verkosten von Piroggen und Bigosz noch einen kleinen Einblick in die deftige polnische Küche. "Wirklich lecker", kommentierte nicht nur die Bernauerin Anke Liechner und die Strausbergerin Hildegard Türk bilanzierte: "In Zukunft werden wir so oft wir können bei der MOZ-Tour mitfahren."

Quelle: Karin Ernst (Tourdemoz)

 

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